Jedes Jahr gibt es ein neues Heft

Erste Erweiterung der Schwitscher Dorfchronik

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Der neue Teil der Schwitscher Dorfchronik wird von Mitgliedern des Vereins präsentiert.

Schwitschen - Von Henning Leeske. Genau vor einem Jahr hat der Schwitscher Arbeitskreis Dorfchronik, der mittlerweile ein richtiger Verein ist, das Nachschlagewerk über die Geschichte des Ortes vorgestellt.

Aber das gute Dutzend Mitarbeiter hatte so viel Material zusammengetragen, das längst nicht alles in die gebundene Chronik passte. Darum gibt es jetzt das erste Jahrbuch – quasi als Erweiterung der ersten Ausgabe.

Der Verein Dorfkultur Schwitschen präsentierte jetzt bei Sekt und Kaffee die Fortsetzung 2017 der Schwitscher Dorfchronik. Bei den Hobbyhistorikern ist aber nicht nur eine Lose-Blatt-Sammlung zu haben, sondern es gibt ein richtiges Heft (zwei Euro) und dazu einen praktischen Sammelordner (drei Euro). In der Fortsetzung der Chronik sind aktuelle Geschichten aus dem Vereinsleben für die Nachwelt enthalten sowie neueste Erkenntnisse aus der Geschichte Schwitschens.

Im Heft 2017 ist zum Beispiel der Bericht über den Brasilianer Valdomiro Sipp zu lesen, der 1966 bis 1969 auf dem Hof Lehmberg in Heelsen gelebt und eine Ausbildung in der Landwirtschaft absolviert hatte. Auch der hatte schon sehnsüchtig auf die Präsentation gewartet, „und mit ihm viele Menschen auf der ganzen Welt“, war während der Vorstellung des Hefts zu hören.

Überregionale Leserschaft

Denn die Leserschaft der Dorfchronik ist keineswegs nur regional beschränkt, sondern sie reicht bis nach Neuseeland, Kanada und Südamerika. Diese „Übersee-Schwitscher“ können dann auch einen ausführlichen Artikel über die Böhlings auf dem Hüner Hof aus dem Jahre 1789 lesen. Außerdem wird der Kurzbesuch des Wirtschaftsministers Ludwig Erhard im Jahre 1963 geschildert. Auch der Ortsrat informiert über seine Arbeit in 2016 und 2017.

„Bevor das Wissen verloren geht, müssen wir es sichern“, sagte Friedhelm Michaelis. Deswegen würden die Bilder und Dokumente auch alle zuerst digitalisiert. Das langfristige Ziel sei es, ein digitales Archiv aufzubauen.

Ingeborg Brase berichtete von den monatlichen Treffen des Vereins, bei denen immer wieder neue Originale aus der Historie gemeinsam begutachtet würden. Daher sind alle Besitzer alter Originaldokumente oder Fotos herzlich zum Besuch eingeladen. „Nach dem Einscannen der Unterlagen bekommen die Eigentümer ihre Sachen sofort zurück“, versichert Brase.

Weitere Mitstreiter im Verein Dorfkultur sind als aktives oder passives Mitglied herzlich willkommen. Während des Treffens zur Vorstellung des Jahreshefts wurden einige besonders interessante Geschichten aus der Chronik vorgelesen, die Appetit auf mehr machen sollen.

Interessierte können das Werk übrigens bei Ingeborg Brase im Büro der Werbeagentur in Visselhövede (Marktplatz 5) oder bei Carola Brase, Friedhelm Michaelis oder Klaus Carstens kaufen.

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