Die Erdbeerbauern Averbeck haben ihren Betrieb aus dem Nichts aufgebaut

25 Jahre im Geschäft

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Cord und Inge Averbeck mit ihren Pflückern im Erdbeerfeld.

Visselhövede - Von Angela Kirchfeld. Als vor 25 Jahren Inge und Cord Averbeck die ersten 1000 Erdbeersetzlinge eigenhändig mit dem Spaten pflanzten, wussten sie noch nicht, welche Dimension ihr neues Konzept für den alten Hof annehmen würde. „Heute sind es vier Felder, zehn Hektar, pro laufender Meter vier Pflanzen“, überschlägt Cord Averbeck.

„Dabei war die Idee aus einer Not heraus geboren“, erinnert sich Ehefrau Inge. „Wir saßen im Lokal und überlegten, wie es mit dem Hof weitergehen kann.“ Denn der Hof von Heinrich und Margarete Averbeck – den Eltern von Cord Averbeck – war veraltet und drei Jahre zuvor an den Jungbauern und seiner Frau übergeben worden. Die Rechnung ging auf: Heute zählen die Averbecks zu den größten Erdbeerbauern in der Region.

Es ist Erntezeit: 17 polnische Gastarbeiter beginnen um fünf Uhr in der Früh mit dem Pflücken. Es gilt, die kühleren Morgenstunden auszunutzen. Averbeck erklärt sein „Sortiment“: „Die Sorte Korona ist eine ältere holländische Sorte; sehr schmackhaft, aber leider auch sehr weich“, so der Erdbeerbauer. Heute vertreibt er des Weiteren die Sorten „Salsa“ und „Malwina, bei der es sich um eine dunklere spätere Anschlusssorte handelt. Die derzeitige Trockenheit und Kühle macht den Früchten weniger aus. „So kommt nicht alles auf einmal“, sagt Averbeck. Mit der Zeit hat er viele weitere Sorten ausprobiert: „Wir haben immer auf Geschmack geachtet, doch oft gibt es Probleme mit der Konsistenz, da muss man dann Zugeständnisse machen.“

Nach der Ernte werden die Früchte gleich zu den einzelnen Verkaufsständen in Walsrode und Bothel gebracht. Auch in Visselhövede gibt es zwei Stände. Aber ebenso Hotels und Gaststätten wissen die Qualität der roten Früchte zu schätzen und werden beliefert.

Und was abends nicht verkauft wurde kommt gleich in die große Averbeck‘sche Marmeladenküche. Hier wird tagsüber gekocht, in Gläser abgefüllt, etikettiert und später im Hofladen vermarktet. Aber auch Landwirt Karsten Wesseloh aus Insel bei Schneverdingen holt abends das Beerenobst ab, um es für einen großen Discounter zu Marmelade zu verarbeiten.

„Erdbeeren zum Selberpflücken“ ist ein weiteres Standbein der Saison, das von Visselhöveder und vielen auswärtigen Besuchern gerne angenommen wird. Von montags bis sonnabends, in der Zeit von 8 bis 18 Uhr und sonntags, von 9 bis 12 Uhr, haben die Kunden die Möglichkeit, die Früchte frisch vom Feld an der Celler Straße zu ernten.

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