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Endlich eine Satzung für Wittorfer Baugebiet

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Von: Jens Wieters

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Diese Baulücke am Hainhorster Weg wird vom Landkreis anders bewertet als die Lücke am Ende des Bereichs (oben).
Diese Baulücke am Hainhorster Weg wird vom Landkreis anders bewertet als die Lücke am Ende des Bereichs. © Wieters

Seit Jahren stehen Häuser am Hainhorster Weg in Wittorf. Es gab aber keine Satzung für die Bauten im Außenbereich. Das hat der Bauausschuss nachträglich geheilt.

Wittorf – Die Bebauung am Hainhorster Weg in Wittorf wird jetzt nachträglich quasi legalisiert. Dort stehen eine ganze Reihe von Ein- und Zweifamilienhäusern, die bereits vor Jahrzehnten errichtet worden sind. Nur hatte zu dem Zeitpunkt offenbar niemand daran gedacht, dass es sich bei der im Südosten des Ortes befindlichen Straße um einen Außenbereich handelt, für den es auch eine entsprechende Satzung geben müsste, weil ja bekanntlich nicht jeder bauen darf wie und wo er will.

Weder dem Visselhöveder Bauamt war das damals allerdings aufgefallen noch der Baugenehmigungsbehörde des Landkreises.

Das wurde jetzt nachträglich geändert und der Bauausschuss hat am Donnerstagabend im Nachhinein der entsprechenden Außenbereichsatzung zugestimmt, nachdem auch der Ortsrat sein Okay dazu gegeben hatte. Jetzt muss die Satzung noch den Verwaltungsausschuss und am Ende den Stadtrat erfolgreich passieren. „Eine Genehmigung der Satzung durch den Landkreis ist nicht erforderlich“, erläuterte Burkhard Lichtblau vom Planungsbüro Instara.

Somit alles gut am Hainhorster Weg? Nicht ganz! Zwar bekommen die Häuser praktisch nachträglich ihre Baugenehmigung und auch die Lücken an der Straße können bebaut werden. Aber nicht alle.

Dieses Grundstück darf wohl nicht bebaut werden.
Dieses Grundstück darf wohl nicht bebaut werden. © -Wieters

„Der Landkreis sieht eine Bebauung am östlichen Rand des Bereichs als nicht möglich an, weil er das nicht als Baulücke definiert, da es am Ende liegt“, erläuterte Lichtblau dem Ausschuss. Er selber sehe das zwar gänzlich anders und würde „das Grundstück bis zum Graben gleich stellen mit den unbebauten auf der gegenüberliegenden Seite“. Es bleibe also die Frage, ob dieses Thema die Gerichte beschäftigen solle oder ob man die Satzung schnell auf den Weg bringe.

„Kann man das Grundstück nicht einfach drin lassen?“, wollte Pamela Helmke (CDU) wissen. „Die Landkreis-Behörde will wohl keinen Präzedenzfall schaffen und ausschließen, sich angreifbar zu machen“, so Lichtblau. Ein aufwendiges Gerichtsverfahren, um den Sachverhalt zu klären, würde die Satzung deutlich verzögern.“

„Wir sollten den Weg des geringsten Widerstands gehen, zumal mir von den Eigentümern des besagten Grundstücks keine Bauplanungen signalisiert worden sind“, so Bauamtsleiter Gerd Köhnken.

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