Nach drei Jahren: Baugebiet Blöcken in Nindorf in der finalen Phase

Endlich der nächste Schritt

Hier sollen sich 15 Wohneinheiten gestalterisch in das Ortsbild einfügen: Die ehemalige Pferdeweide zwischen den Nindorfer Straßen Vor dem Blöcken und Grüner Placken.
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Hier sollen sich 15 Wohneinheiten gestalterisch in das Ortsbild einfügen: Die ehemalige Pferdeweide zwischen den Nindorfer Straßen Vor dem Blöcken und Grüner Placken.

Nindorf/ Visselhövede – Einige Bauwillige waren in der Zwischenzeit schon abgesprungen, andere mussten ihre Pläne lange Zeit auf Eis legen. Aber nach drei Jahren des Stillstands kommt jetzt wieder Bewegung in den Visselhöveder Bebauungsplan Nummer 74, der ein Gebiet zwischen den Nindorfer Straßen Vor dem Blöcken und Grüner Placken umfasst und den Namen Erweiterung Blöcken Nindorf trägt.

Dort sind nach Angaben der Planerin Susanne Spille vom Oldenburger Büro NWP 15 Wohneinheiten vorgesehen, die sich von der Gestaltung her in das ortstypische Bild integrieren sollen. „Dabei sollte es sich um klassische Bautypen handeln, was bedeutet, dass zum Beispiel Flachdächer ausscheiden“, so Spille. Wiederum seien aber Pultdächer mit einer Neigung von mindestens 15 Grad zugelassen, „um auch den Bauherren möglichst viel Gestaltungsspielraum zu ermöglichen“, wie der Vorsitzende des Visselhöveder Ausschusses für Bauen und Stadtentwicklung, Dieter Carstens (CDU), zufrieden feststellte.

Nur bei den Vorgärten bleibt der Ausschuss hart. Denn wie auch bereits bei vergleichbaren Vorhaben in anderen Ortsteilen sollen auch in Nindorf sogenannte Steingärten ein „No-Go“ sein. „Auch diese mannshohen Plastikzäune wollen wir nicht“, betonte Bauingenieur Carstens, der aber ansonsten den Bauherren nicht viel reinreden will, um moderne Gebiete entstehen zu lassen, „die nicht alle gleich aussehen“.

Laut Planerin Spille werden 450 Quadratmeter für eine Wohneinheit kalkuliert, was wiederum Hartmut Wallin (Grüne) fragen ließ, ob dort dann auch ein Doppelhaus oder gar zwei Einfamilienhäuser gebaut werden könnten. „Das ist wohl technisch nicht machbar“, so Spille, die sich von der Größe her eher an den bereits vorhandenen Häusern orientieren will.

Auch Bürgermeister Ralf Goebel will keine Häuser auf zu engem Raum: „Gerade in den Dörfern sollte der weitläufige Charakter Bestand haben.“

Bereits im Juni 2017 hatten die Ausschussmitglieder über den Bebauungsplan beraten und über die Stellungnahmen beschlossen, die während der frühzeitigen Beteiligung am Bauleitplanverfahren eingegangen waren. Außerdem war auch die Auslegung schon beschlossen. „Das Bauleitplanverfahren konnte seinerzeit jedoch nicht weitergeführt werden, da die Oberflächenentwässerung ungeklärt war. Der Boden dort ist nämlich zur Verrieselung auf den Grundstücken nur bedingt geeignet. Inzwischen liegt die erforderliche Genehmigung aber vor“, informierte Bauamtsleiter Gerd Köhnken. So werde ein Teil des Regenwassers in den Kanal abgeleitet, aber auch auf den Grundstücken zum Wässern aufgefangen.

Einen Haken gibt es bei der ganzen Geschichte aber doch noch: Und zwar handelt es sich um die sogenannten Ausgleichsflächen, die bei der Ausweisung eines Baugebiets zwingend vorgeschrieben sind. Laut Planerin Spille seien dafür die Herstellung eines sogenannten Waldaußenrands in Richtung Wittorfer Holz sowie die Umwandlung einer Fläche von Nadel- zu Laubbäumen im Nindorfer Holz vorgesehen. Das wiederum schmeckt Klaus Lüdemann, Eigentümer der Fläche des neuen Baugebiets, nicht so recht: „Das wird viel zu teuer. Fachleute schätzen das auf etwa 30 000 Euro. Geld, das auf die Häuslebauer umgelegt wird, und darum die Grundstücke entsprechend teurer macht. Da muss es andere Lösungen geben.“

Lüdemann will sich in diesen Tagen mit dem Bauamt und der Planerin zusammensetzen, um andere Flächen als Naturausgleich auszuarbeiten. Eile ist aber geboten, denn der nicht öffentlich tagende Verwaltungsausschuss will das Thema final behandeln, damit nach drei Jahren endlich die ersten Fundamente gegossen werden können.

„Wir sind nämlich sehr froh, dass es endlich weitergeht mit dem Baugebiet, das zur Eigenentwicklung Nindorfs dienen soll“, so Astrid Kirmeß (CDU) vom Ortsrat, der während einer Sitzungsunterbrechung des Ausschusses grünes Licht für das Vorhaben gab.

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