Rassistische Parole und Hakenkreuz in der Innenstadt

Empörung über Schmiererei

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Diese Parole wurde an die Spielothek gesprüht. ·

Visselhoevede - Von Jens Wieters. Der Staatsschutz der Rotenburger Polizei ermittelt bereits wegen Volksverhetzung, Bürgermeisterin Franka Strehse verurteilt die „Schmierereien“ scharf und Christel Schwarz spricht von „offenem Rassismus“: Der unübersehbare Schriftzug „Zigeuner raus“ an der Wand einer Spielothek in der Innenstadt beschäftigt Bürger und Behörden gleichermaßen.

Am vergangenen Wochenende müssen der oder die Täter an der Straße Zu den Visselwiesen aktiv gewesen sein. Und offenbar nicht nur dort, denn seit einigen Tagen prangt auch ein großes Hakenkreuz an der geklinkerten Wand der kleinen Sporthalle an der Gerhart-Hauptmann-Straße.

Der Oldenburger Christel Schwarz, Sprecher der Sinti und Roma und Prediger der Christengemeinde in Visselhövede, ist sehr „enttäuscht darüber, dass immer wieder solche Hetzkampagnen gegen unsere Bevölkerungsgruppe laufen“.

Hakenkreuz an der Turnhalle.

Das zeige einmal mehr als deutlich, dass „die Sinti in Visselhövede wohl nicht willkommen sind“, so Schwarz, der jetzt Anzeige bei der Polizei erstatten will. Die muss allerdings schon von Amtswegen wegen des Verdachts der Volksverhetzung einschreiten, war von den Beamten zu hören. „Wie immer bei solchen Schriftzügen und verfassungsfeindlichen Symbolen.“  Für Christel Schwarz kommen die Parolen auch ein wenig überraschend, denn „seit zwei Jahren sind wir gerade in Visselhövede auf einem guten Weg der Integration“.

So werde das Haus der Bildung regelmäßig von den Volksgruppen der Sinti und Roma für Gottesdienste genutzt und im Sommer sei in der Stadt ein großes Missionsfest mit Musik und allerlei Unterhaltungsprogramm geplant, um den Menschen die Kultur der Minderheitengruppe näher zu bringen.

„Wir bemühen uns intensiv, weit verbreitete Vorurteile abzubauen und wollen in Frieden leben und dann folgen solche Nackenschläge“, schimpft Schwarz.

Bürgermeisterin Franka Strehse verurteilt die „Schmierereien aufs Schärfste“, die natürlich nicht der Haltung der Stadt entsprächen. Wie auch Schwarz bestätigt Strehse, dass gerade in jüngster Zeit viele Integrationsversuche unternommen worden seien und „auch weiterhin unternommen werden“.

Wenn es tatsächlich Jugendliche gewesen seien, die die Parolen und Zeichen an die Wand gepinselt hätten, dann seien auch mal die Eltern gefordert, „auf ihre Kinder einzuwirken“, so Strehse.

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