Von der Elbe an die Vissel

Sozialarbeiterin Christine Hummers beginnt ab Januar in Visselhövede

+
Die neue Sozialarbeiterin Christine Hummers stellte sich im Kreise des Präventionsrates in Visselhövede vor.

Visselhövede - Von Henning Leeske. Nun hat die neue Sozialarbeiterin in Visselhövede einen Namen. Christine Hummers wird ab Januar ihre Arbeit aufnehmen und sich um die sozialen Brennpunkte an der Vissel kümmern. „Als ich von der Ausschreibung erfuhr, dachte ich mir: Das ist es, da stimmt alles“, erinnerte sich Hummers auf der jüngsten Sitzung des Präventionsrates. Dort nutzte die Drögenbostelerin die Gelegenheit, sich dem ganzen Team des Rates einmal persönlich vorzustellen.

Die Mutter von zwei Kindern lebt seit 1995 in Drögenbostel und hatte zuvor mitten im Hamburger Szeneviertel St. Pauli nach einer Ausbildung im Sozialbereich jahrelang den Abenteuerspielplatz im Kiez geleitet. Dort sammelte sie – leicht vorstellbar – sehr vielfältige Erfahrungen in der Sozialarbeit in dem Umfeld zwischen Sternschanze und der Reeperbahn mit ungefähr 40 unterschiedlichen Nationalitäten. „40 Nationen können, müssen aber nicht ein Problem für ein gutes Zusammenleben sein“, berichtete Hummers aus ihren Erlebnissen.

Nach der Tätigkeit an der Elbe arbeitete sie vier Jahre im Maßregelvollzug bei straffällig gewordenen Drogenabhängigen und erweiterte ihr Spektrum der Sozialarbeit noch weiter. Dann war sie für das Theater Metronom tätig und anschließend wechselte sie zur Polizeiinspektion Rotenburg in das Präventionsteam. Dort war sie bis 2014 in allen Themen der polizeilichen Prävention, wie zum Beispiel Gewaltvorbeugung und Medienkompetenz, eingespannt. In den vergangenen Jahren wurde sie dann in einem anderen Arbeitsbereich der Polizei eingesetzt. Daher war sie überglücklich, als sie von der Ausschreibung las und sogar in die engere Wahl gezogen wurde. Denn alle ihre Erfahrungen könne sie so einfließen lassen in ihre neue Stelle.

„Ein Jahr ist gar nichts für ein derartiges Projekt“

Bis zum offiziellen Dienstbeginn will sie alle Möglichkeiten der Sozialarbeit in Visselhövede sammeln. Sie möchte Dinge transparent und leicht verständlich machen. Unter anderem soll ein fester Raum im Haus der Bildung als Treffpunkt oder für Veranstaltungen dieses Ziel verfolgen. „Ich möchte dort hingehen, wo ich auch etwas bewegen kann“, so Hummers. Als Beispiel nannte sie das Wohngebiet „Auf der Loge“, wo sie durch die kulturelle Vielfalt ein Tätigkeitsfeld ausmacht.

Zunächst wolle sie sich aber erst einmal einen Überblick verschaffen, bevor sie vorab irgendwelche Ideen heraus katapultiert. „Ein Jahr ist gar nichts für ein derartiges Projekt“, so Hummers.

Gustav Stegmann, Vorsitzender des Präventionsrates, dankte Hummers für die offene Vorstellung ihrer Person und wünschte sich eine gute Zusammenarbeit. Für Montag kündigte er eine Abordnung aus der Landeshauptstadt Hannover an. Die Stelle der Sozialarbeiterin wurde mit Unterstützung von Landesmitteln geschaffen und mit der Stadt Visselhövede kofinanziert. Außerdem gab Stegmann einen Überblick der vergangenen und geplanten Aktionen bekannt, wie die Teilnahme am Apfelfest, wofür sich schon ein Orga-Team gebildet habe.

Das könnte Sie auch interessieren

Israels Armee riegelt Gazastreifen nach Raketenangriffen ab

Israels Armee riegelt Gazastreifen nach Raketenangriffen ab

Tödlicher Unfall zwischen Clues und Heiligenfelde

Tödlicher Unfall zwischen Clues und Heiligenfelde

Altpapiercontainer gerät in Brand

Altpapiercontainer gerät in Brand

„Helene Fischer Show“ 2017: Alle Infos zu Gästen, Sendetermin und Live-Stream

„Helene Fischer Show“ 2017: Alle Infos zu Gästen, Sendetermin und Live-Stream

Meistgelesene Artikel

Kirchenvorstandsteam in Ahausen sucht Kandidaten für neue Amtszeit

Kirchenvorstandsteam in Ahausen sucht Kandidaten für neue Amtszeit

Autorin Ilona Einwohlt liest vor Grundschülern in der Gemeindebücherei

Autorin Ilona Einwohlt liest vor Grundschülern in der Gemeindebücherei

Mit mehr als einem Promille: Mann fährt zur Polizei und erstattet Anzeige

Mit mehr als einem Promille: Mann fährt zur Polizei und erstattet Anzeige

"Goldene Olga": Bester Milcherzeuger kommt aus Rotenburg

"Goldene Olga": Bester Milcherzeuger kommt aus Rotenburg

Kommentare