Einwohner stimmen für die Variante Bärentatze und Nagelkreuz

Drögenbostel bekommt ein eigenes Wappen

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Daniel Möhrmann (l.), Ulrike Meier-Sander und Michael Meyer präsentieren die Versionen des neuen Wappens. Am Ende der Versammlung stimmten die Drögenbosteler für die blaue Variante.

Drögenbostel - Von Angela Kirchfeld. Einen wahrlich historischen Entschluss fassten die Drögenbosteler Dorfbewohner in Bremers Gasthaus. Denn wenn alles klappt, hat die kleine Ortschaft mit ihren gerade mal eben über 100 Einwohnern bald ein eigenes Wappen.

Ideengeber und Organisator Michael Meyer stellte seinen Mitbürgern während der Einwohnerversammlung am vergangenen Freitagabend die drei Wappenvorschläge des Heraldikers Lothar Müller-Westphal aus Kreuzau vor. Dem ging eine 15-seitige Informationsmappe voran, die Meyer präsentierte, um die Grundlage der historischen Geschichte von Drögenbostel dem Heraldiker zu liefern. „Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes geht auf das Datum 26. März 1275 zurück“, informierte Meyer. „Da übergab ein Ritter und Grundherr von Drögenbostel namens Johann von Klüver für 24 Silbermark einen Katharinen-Altar nach Verden und gab damit auch alle Rechte für seine Nachfahren ab.“ Dieser Edelmann hatte in seinem Wappen eine Bärentatze, die jetzt als Grundlage für das Drögenbosteler Wappen genommen wurde. Drei Versionen präsentierte Meyer: Einmal die Tatze mit Zinnen, da der Ortsname „Bostel“ auf eine Burgstelle hindeutet. In der zweiten Variante war die Tatze mit einem Pflug abgebildet und in der dritten Version mit dem Nagelspitzkreuz, wie es auch im Visselhöveder Wappen und beim Landkreis Rotenburg zu sehen ist.

Die Versammlung entschied sich bis auf zwei Gegenstimmen auf die KreuzVariante. „Ein Bezug zur ehemaligen Burgstelle ist in Drögenbostel nicht gegeben und der Pflug ist nicht deutlich zu erkennen“, wurde die Entscheidung begründet. So wird nun bald das blaue Wappen in leicht modifizierter Version die öffentlichen Briefbögen und Plätze des Ortes zieren. „Das Wappen wird noch unseren Wünschen angepasst. So soll unter anderem das Kreuz größer und die Bärentatze anders dargestellt werden“, erklärte Michael Meyer. Dann wird die Reinzeichnung mit den Änderungswünschen dem Visselhöveder Stadtrat zum Beschluss vorgelegt. „Der Heraldiker fertigt nach Zustimmung eine feste Platte an, die im Feuerwehrhaus aufgehängt wird“, so Meyer.

Die Kosten des Wappens werden aus dem Preisgeld des Dorfwettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ beglichen, informierte Ortsvorsteherin Ulrike Meier-Sander.

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