Einkäufe und Cappuccino halten jung

Gertrude Rampelmann feiert 100. Geburtstag im Seniorenheim Zur Mühle

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Gertrude Rampelmann mit (v.l.) Walter Rampelmann, Hermann Bergmann, Ralf Goebel, Manfred Meyer und die Ur-Enkel der Jubilarin.

Visselhövede - Schon von außen haben Passanten gesehen, dass im Aufenthaltsraum im Haus 2 der Visselhöveder Seniorenresidenz Zur Mühle gefeiert wird. „Zum 100. Geburtstag Gertrude Rampelmann: Alles Gute!“, war an der Fensterscheibe zu lesen. Munter und im Kreis ihrer Liebsten feierte Gertrude Rampelmann den dreistelligen Geburtstag.

Dass sowohl Bürgermeister Ralf Goebel als auch Stellvertreter Hermann Bergmann zu den Gratulanten zählten, lag daran, dass Bergmann sein Versprechen vom Vorjahr einlöste: „Nächstes Jahr bin ich wieder dabei.“ Von der Stadt, dem Landkreis und auch vom Land Niedersachsen gab es Ehrenurkunden und Blumen. Auch Seniorenheim-Geschäftsführer Manfred Meyer und Betreuerin Christine Drewes-Seehofer, die eigens ein Gedicht für die Jubilarin verfasste, durften bei der Kaffeetafel nicht fehlen.

Zimmer mit Blick auf die Tiere

Am 21. September 1917 wurde Gertrude Rampelmann in Berlin-Wedding als Tochter eines Hausmeisterpaares geboren. 1936 heiratete sie ihren Walter, der jedoch seit 1944 in Russland vermisst wird. „Sie ließ ihn durch das Rote Kreuz suchen, doch alles vergebens. Noch heute ist sie sicher, dass er gleich zur Tür hereinkommt“, berichtet Sohn Walter Rampelmann, der in dem Jahr geboren wurde, als der Vater als verschollen galt. Kaum war das Eigenheim in Wilhelmsruh aufgebaut, wurde es in den Kriegswirren zerstört und musste so ein zweites Mal errichtet werden. 

Bis März 1986 hat Rampelmann in Berlin gelebt. Doch dann suchte sie die Nähe zur Familie ihres Sohnes Walter, der seit 1974 mit Ehefrau und den vier Töchtern in Brockel lebt und die Mutter aufnahm. 1992 zog es die Jubilarin in eine Eigentumswohnung an die Wedekindstraße nach Visselhövede, wo sie bis 2010 selbstständig gewohnt hat. „Seit siebeneinhalb Jahren lebt meine Mutter in der Seniorenresidenz und ist richtig aufgeblüht. Ihr hat es von Anfang an gut gefallen. Sie hat von ihrem Zimmer einen Blick in den Hof auf die Tiere und fühlt sich rundum wohl“, versichert Walter Rampelmann, der zwei Mal in der Woche mit seiner Mutter ausfährt. „Wir gehen shoppen oder einen Cappuccino trinken“, verrät Rumpelmann. Bruder Werner ist bereits 2002 verstorben. Beide haben vier Kinder und alleine Walter Rampelmann bringt es auf neun Enkel, somit Ur-Enkel für Mutter Gertrude. Die meisten waren zum Geburtstag erschienen. 

aki

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