Gemeinwesenarbeiter Christian Oddoy sucht weitere Paten für die Visselquelle

Eine saubere Sache

Nur wenige Minuten seien es, die man für ein wenig Müll sammeln aufbringen müsste, sagt Gemeinwesenarbeiter Christian Oddoy und hofft auf weitere Freiwillige.
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Nur wenige Minuten seien es, die man für ein wenig Müll sammeln aufbringen müsste, sagt Gemeinwesenarbeiter Christian Oddoy und hofft auf weitere Freiwillige.

Visselhövede – Es ist ein schönes Fleckchen geworden, die neugestaltete Visselquelle im Herzen Visselhövedes. Seit einigen Monaten bietet sie, unter anderem mit dem sanften Rauschen des kleinen Wasserfalls, im Alltagsstress ein wenig Erholung für Jung und Alt – das hat auch Jörg Fruhner vom SV Schwitschen gemerkt, der dort regelmäßig ist. „Die Bänke sind bei gutem Wetter immer bevölkert, auch von jungen Familien und Jugendlichen.“ Um das Kleinod mit zu erhalten, hat er sich gemeinsam mit weiteren Mitgliedern seines Sportvereins sowie vielen anderen dazu bereit erklärt, beim Müllsammeln auf dem Areal mit anzupacken. Doch nun ist die Zahl der Paten am Ende angelangt, wie Gemeinwesenarbeiter Christian Oddoy verrät. Deswegen hofft er dringend auf weitere Helfer für die letzten Wochen des Jahres und natürlich für den Beginn 2021.

Der Aufwand dafür sei gering, sagt Fruhner. Und er muss es wissen: In Oddoys Plan haben auch er und seine Mitstreiter für mehrere Wochen eine „Müll-Patenschaft“ übernommen. Sie seien zu zweit losgegangen, haben sich dabei unterhalten, dann ist die Aufgabe „klein und überschaubar“, merkt er an. Er findet es wichtig, sich zu engagieren, „wir machen nicht nur Sport zusammen, wir sind offen für anderes“. Er hatte über ein befreundetes Mitglied von den Lions von der Aktion erfahren, die ihrerseits einige Dienste gewuppt haben.

Kümmert sich jetzt aber keiner mehr, sieht Fruhner eine zunehmende Vermüllung, die sich bisher doch in Grenzen halte. Das kann auch Oddoy bestätigen. „Aber manchmal liegt der Müll auch direkt neben den Tonnen“, schüttelt er verständnislos den Kopf. Oft seien es Zigarettenkippen, die gefunden werden – ein Aschenbecher könnte vielleicht noch einmal eine Lösung sein. Ab und an würden auch Getränkedosen und anderes im Wasser landen. Wer aber an so etwas nicht herankommt, soll Oddoy Bescheid geben. „Auch größere Mängel, die bei einer Runde auffallen, können mir gemeldet werden“, erklärt er. Bei den Patenschaften ginge es nur um das reine Müllsammeln, um die Pflege der Anlage kümmert sich der städtische Bauhof. Dessen Mitarbeiter Hans-Werner Alm unterstreicht das, indem er gerade dafür sorgt, sämtliches Laub rund um die Visselquelle zu entfernen. Und das wird ihn noch eine Zeit beschäftigen, meint er mit einem Blick zu den Baumkronen, die zurzeit reichlich Blätter abwerfen.

Für das Müllsammeln stellt das Rathaus eine Müllzange und Müllbeutel für den jeweiligen Paten zur Verfügung, die zu den Öffnungszeiten abgeholt und dort wieder abgegeben werden können. Mit einer Mail erinnert Oddoy die Paten zudem noch einmal, sobald „ihre“ Woche gekommen ist. Wenn möglich, würde er Patenschaften gerne durch das ganze Jahr hindurch verteilen können – und je mehr mitmachen, desto seltener ist ihr Einsatz. „Und im Winter wird wahrscheinlich weniger Müll anfallen“, mutmaßt Oddoy. Sollte das der Fall sein, würde er den Plan noch einmal etwas überarbeiten.

Wünschenswert wäre Hilfe auch verstärkt von Jüngeren, sagt Fruhner. „Die Jugend sollte weiter mit herangeholt werden, so lernen sie soziales Engagement und man kann sie an die Thematik heranführen.“ Bislang sind unter anderem ein Kindergarten und eine Jugendeinrichtung aktiv geworden. Auch Oddoy würde sich da mehr Zuspruch wünschen, habe aber auf seine Anfragen oft keine Resonanz erhalten. „Gemeinwesen ist nicht auf eine Altersgruppe beschränkt“, führt auch er an. Mit der Palettenlandschaft am Rathaus verhalte es sich ähnlich: Sie werde genutzt, müsse aber auch erhalten werden. „Wenn einer hilft, animiert er auch andere – und die Visselquelle wird ja auch gut genutzt, da ist es schade, dass manche noch nicht das Bewusstsein haben, es auch in der Form zu erhalten.“

Patenschaften

Wer mithelfen will, die Sauberkeit auf den Wegen rund um die Visselquelle zu erhalten, kann sich bei Gemeinwesenarbeiter Christian Oddoy melden, entweder unter der Telefonnummer 04262/ 9198933 oder per E-Mail an oddoy.praeventionsrat@visselhoevede.de.

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