St.-Johannis-Chor begeistert mit Magnificat / Neue Lichttechnik

Eine der besten Aufführungen

Der St.-Johannis-Chor wurde beim Konzert in der voll besetzten Kirche von Studenten verschiedener Musikhochschulen an ihren Instrumenten begleitet. Foto: Zindler

Visselhövede – Der Rahmen des Konzerts des St.-Johannis-Chores in der Visselhöveder Kirche passte wie immer: Die Kirchenbänke waren restlos besetzt, der Chor bestens aufgelegt und das Programm wieder mal exzellent. Neu war allerdings, dass Jan Twiefel und Max Gräf die Kirche mit viel Technik in warmes Licht getaucht hatten, was positiv zur Atmosphäre des Abends beitrug.

Der Chor stimmte sein Publikum mit drei Liedern des Engländers John Rutter ein, dessen Magnificat als Hauptwerk des Abends aufgeführt wurde. Chormitglied Heribert Lang informierte über den Charakter der sieben Pakete des Werks, wie er die einzelnen Teile des Magnificats in Anspielung auf die Zeit kurz vor Weihnachten nannte.

Geschrieben ist das Werk für Chor, Sopran und zwei Orchesterfassungen, in Visselhövede aufgeführt in der Kammerorchester-Fassung, aber eher ungewöhnlich mit zusätzlichem Klavier, Schlagzeug, Pauke und Harfe.

Rutters Werk wurde 1990 in der Carnegie-Hall in New York unter seiner Leitung uraufgeführt – ein Qualitätsbeweis für die Komposition. Am vergangenen Freitag spielten Studenten der Musikhochschulen einiger norddeutscher Städte und lieferten einen Beweis ihrer Qualifikation ab, indem sie das Werk mit durchaus ungewöhnlichen Harmonien in zwei Proben tadellos aufführten. Das ist auch ein Verdienst des Leiters Marc Puschmann, der schwungvoll nicht nur seinen Chor im Griff hatte, sondern auch für das exakte Musizieren des Orchesters sorgte.

Den Part der Sopranistin hatte Juliane Giese übernommen, die die zum Teil schwierige Melodik sicher beherrschte und die vom Werk gewünschte lichte Klangfärbung einbrachte.

Die sieben Teile des Magnifikats orientieren sich am biblischen Text und haben unterschiedlichen Charakter. Zehn Monate Proben brauchte der Chor, um mit dem Stück vertraut zu werden, aber der Aufwand hat sich gelohnt.

Nach Meinung etlicher Stimmen im Publikum war es eine der besten Aufführungen, die der Chor bisher in seinen Jahreskonzerten geboten hat. Besonders erfreulich auch, dass das Werk eines noch lebenden Komponisten zu hören war.  wz

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