Grünstreifen verkommt zur Toilette für Vierbeiner

Eimerweise Hundehaufen vor der katholischen Kirche Visselhövede

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Manfred Beckmann (r.), Hausmeister und Gärtner der katholischen Kirche Visselhövede, ärgert sich ebenso wie Waltraud und Ekkehard Briesen über die vielen Hundehaufen an der Gartenstraße.

Visselhövede - Von Angela Kirchfeld. „Es ist kaum zu glauben, alle zwei Meter findet man hier einen Hundehaufen“, ärgert sich Manfred Beckmann, Hausmeister und Gärtner der katholischen Herz-Jesu-Kirche Visselhövede. Der Grünstreifen an der Gartenstraße ist dicht an dicht besudelt.

„Alle zwei Wochen sammle ich einen Eimer voll Hundeschiete auf“, so der 72-jährige Rentner. Nicht nur auf dem Grünstreifen, sondern auch rund um die Kirche selbst findet er die übel riechenden Hinterlassenschaften der Vierbeiner.

Niemand will es gewesen sein

Der Grünsteifen ist mit Hundekot übersät.

„Es ist sehr ärgerlich und wenn man die Hundebesitzer in der Nachbarschaft anspricht, dann ist es immer keiner ihrer Tiere gewesen“, verdeutlicht Beckmann, der selbst einen Hund zu Hause hält. „Es ist doch aber selbstverständlich, dass man den Kot seines Hundes aufnimmt und entsprechend entsorgt, da ist man einfach in der Verantwortung!“

Besonders in der dunklen Jahreszeit fühlten sich die Hundebesitzer unbeobachtet, hat Beckmann festgestellt. Auch Waltraud und Ekkehard Briesen ärgert der Hundedreck – sehr sogar. „Es ist widerlich und geht die ganze Gartenstraße runter“, so Briesen, der Anwohner der Straße ist.

Hinweisschilder werden ignoriert

„Ganz so extrem ist es am Kindergarten nicht, weil wir hier vorne keine großen Grasflächen haben“, berichtet Kindergartenleiterin Hanne Meier-Zindler, fügt jedoch an: „Auf der gegenüberliegenden Seite an der Hecke, wo die Eltern parken, ist es aber auch so. Da haben sich schon viele Mütter beschwert. Zur Straßenseite wollen sie die Kinder aus Sicherheitsgründen nicht aus dem Auto lassen und auf der anderen Seite treten die Kleinen sofort in den Dreck.“ Es sei jeden Tag wirklich schrecklich mit den Tretminen. „Ich als Hundebesitzerin habe immer eine Tüte bei mir“, betont Meier-Zindler, die hofft, dass sich mehr Leute die kleinen Beutel in die Tasche stecken, wenn sie mit ihren Vierbeinern Gassi gehen. „Da muss etwas unternommen werden“, sind sich die Anwohner einig. Entsprechende Hinweisschilder hätten bisher nichts genützt. „Das hatten wir schon alles, die waren am nächsten Tag wieder verschwunden“, berichtet Hausmeister Beckmann.

Ebenso erfolglos war ein Anruf beim Ordnungsamt, dessen Mitarbeiter die Hundebesitzer spontan auch nicht feststellen können. „Gegenüber der Kirche steht zwar eine Box mit den Tüten zur Kot-Entsorgung. Vielleicht wird der Beutelspender einfach übersehen, aber sicher sind auch einige der Tierhalter einfach zu bequem, um sie zu nutzen“, vermuten die Anwohner der Gartenstraße. „Bei Veranstaltungen und Messen wird der Grünstreifen vor der Kirche als Parkplatz genutzt. Aber sobald man aus dem Auto steigt, geht es den Kirchgängern genauso wie den Kindern oben am Kindergarten“, schimpft Beckmann.

Gesucht sind Zeugen, die zur Anzeige von Hundehaltern bereit sind

„Es ist sehr ärgerlich. Wir benötigen Zeugen, die auch bereit sind, die Hundehalter anzuzeigen, deren Hunde die Verunreinigungen verursacht haben. Dann können wir die Anzeige an den Landkreis weiterleiten“, betont Mathias Haase vom Ordnungsamt. „Die Hundehalter sind aber in den vergangenen Jahren schon sensibler geworden, und bis auf wenige Ecken, hat es sich schon gebessert. Wir sind aber weiterhin für entsprechende Hinweise sehr dankbar“, so der Verwaltungsmann.

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