Kulturverein hat Vorstand zusammen / Wahlen am 23. März

Für „EigenArt“ geht‘s weiter

Freuen sich, dass der Verein nicht aufgelöst wird: Klaus Jädicke (l.) und Andreas Netter. Foto: Wieters

Visselhövede – Kulturfans aus der Region Visselhövede – und sicher nicht nur die – dürfen aufatmen: Denn der Verein „EigenArt“-Kultur hat es geschafft, ein einsatzkräftiges und einsatzwilliges Team auf die Beine zu stellen, das nicht nur die Arbeit im Vorstand übernimmt, sondern auch sonst bei der Arbeit vor, neben und hinter den Kulissen mit anpacken will. Damit dürfte die Rücknahme der Liquidation, die der Verein im vergangenen Juli auf den Weg gebracht hatte, nur noch reine Formsache sein.

„Vielleicht hat die Ankündigung, dass der Verein im kommenden Juli aufgelöst wird, einige Leute zum Nachdenken gebracht. Und die haben sich einen Ruck gegeben und machen jetzt bei uns mit“, vermutet Andreas Netter, der während einer außerordentlichen Jahreshauptversammlung am Montag, 23. März, ab 20 Uhr im Heimathaus an der Burgstraße für den Posten des Vorsitzenden kandidieren wird.

Ihm wird weiterhin Klaus Jädicke zur Seite stehen, der ebenfalls gerne den Posten des zweiten Vorsitzenden behalten möchte. „Darum können auch alle an der Kultur in der Region Interessierten bedenkenlos zu unserer Sitzung kommen und müssen nicht befürchten, dass sie ein Amt übernehmen müssen“, so Jädicke schmunzelnd.

Zwölf Personen haben die beiden für den erweiterten Vorstand vorgesehen. „Die brauchen wir auch, denn dann kann die Arbeit auf viele Schultern verteilt werden, was wiederum den Einzelnen nicht zu sehr belastet“, sagt Netter. So müsse nicht jeder immer bei jeder Veranstaltung dabei sein und bräuchte dennoch kein schlechtes Gewissen zu haben.

Wenn die Versammlung im März grünes Licht gibt, dann wollen die „EigenArt“-Leute sich flugs auf den Weg zu Notar Thomas Möller machen, damit der die Aufhebung der Liquidation beim Amtsgericht beantragt.

Jädicke: „Wenn wir das erledigt haben, kümmern wir uns ums Programm, das erst einmal nur bis Juli geplant war. Wir konnten ja nicht wissen, wie es weiter geht.“

Denn auch ein relativ kleiner Verein muss mit den Musikern und Kabarettisten bindende Verträge schließen, „und das geht natürlich nur, wenn wir auch handlungsfähig sind“, informiert Netter, der sich bereits seit einiger Zeit um Künstlerkontakte bemüht, um dem Publikum möglichst breit aufgestellte Kulturabende zu präsentieren.

Davon soll es dann jährlich wieder ein gutes Dutzend geben. Die meisten Konzerte, Lesungen oder Kabarettabende werden wie gewohnt im Heimathaus an der Burgstraße veranstaltet. Aber die „EigenArt“-Macher planen auch Standortwechsel: „So haben wir am 9. Mai politisches Kabarett ,Ludger K.‘ im Programm und wechseln dafür in den Ratssaal, wo solch eine Veranstaltung auch hingehört“, freuen sich Netter und Jädicke auf frische Formate und Ideen, die die neuen Mitstreiter im Gepäck haben.

Der Verein war nach dem lange vorher angekündigten Rücktritt des Vorsitzenden Ralf Struck, der „EigenArt“ 19 Jahre lang geführt hatte, in unruhiges Fahrwasser geraten. Denn Struck war „Mädchen für alles“ und hat gemeinsam mit seiner Frau Inge Brase Stunde um Stunde vor Kalendern, Telefonen und Computern gesessen, um den Verein am Laufen zu halten. „Die beiden haben durch ihren Rücktritt natürlich eine große Lücke hinterlassen, Aber die haben wir jetzt zum Glück geschlossen“, sagt Andreas Netter.

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