Krippenkinder nutzen Kindergartengebäude

Kita-Kinder ziehen in die ehemalige Wittorfer Dorfschule um

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„Thank you“ steht auf den Schildern, die die Kinder der Zwergenstube hochhalten. Damit bedanken sie sich gemeinsam mit den Erziehrinnen bei Horst (l.)und Katharina Fricke (2.v.l.) für die erneute Spende.

Wittorf - Von Jens Wieters. Kaum haben die Wittorfer Kindergartenkinder ihr neues Übergangsdomizil bezogen, da dürfen sie das Gelände auch schon mit Tretfahrzeugen und einem Mini-Trike erkunden. Denn seit einigen Tagen ist die Zwergenstube in der ehemaligen Dorfschule untergebracht, weil die Räumlichkeiten im eigentlichen Kindergartengebäude nun von den Krippenkindern genutzt werden.

„Aber wir fühlen uns hier pudelwohl“, betonte Einrichtungsleiterin Ute Schorpp-Bolz am Donnerstagvormittag, als sie gemeinsam mit den Kindern den Nachbarn Horst und Katharina Fricke vom gleichnamigen Holzbaubetrieb ein dickes Dankeschön für die Spende in Höhe von gut 1000 Euro aussprach – und das sogar auf Deutsch und auf Englisch zweisprachig. Denn aktuell gibt es in der Kita sogar zwei sogenannte Nativ-Speaker, die den Kindern in beiden Gruppen die englische Sprache näher bringen.

Die Firma Fricke hat in den vergangenen Jahren mittlerweile rund 3500 Euro an die Zwergenstube gespendet. Das Geld kommt von der Stiftung „1 mal 1“, die gemeinnützige Projekte im Schwerpunkt der sozialen Betreuung und Kinderförderung unterstützt. „Die haben bereits seit Jahren auf unserem Betriebsgelände einen Altkleidercontainer stehen, für den wir keine konkrete Standmiete verlangen, sondern um eine zweckgebundene finanzielle Zuwendung für den Kindergarten bitten“, erklärt Horst Fricke.

So kamen jetzt erneut gut 1000 Euro zusammen, mit denen Katharina Fricke die Kita überraschte. Aber Ute Schorpp-Bolz brauchte nicht lange zu überlegen, was sie von dem Geld anschafft: „Da haben wir quasi eine lange Wunschliste.“

Das Kindergartengebäude ist 2007 zerstört worden

Der Umzug klappte nach Angaben der Kita-Chefin völlig reibungslos. „Wir haben hier sogar mehr Platz und auch das Außengelände ist riesig“, so Schorpp-Bolz, der nicht bange ist, wenn die Übergangslösung auch ein wenig länger anhält. Die ehemalige Dorfschule hat in den vergangenen eineinhalb Jahren aber nicht leer gestanden, sondern bereits die Botheler Kindergartengruppen beherbergt. Denn die hatten im Januar 2017 eine Unterkunft gesucht, nachdem ihr Gebäude durch Brandstiftung nahezu vollständig zerstört worden war.

„Von daher profitieren wir natürlich, dass wir praktisch nichts mehr groß umbauen mussten, sondern direkt einziehen konnten“, freut sich Schorpp-Bolz.

In der alten Schule sind jetzt die beiden Kindergartengruppen untergebracht, während deren ehemaliges Gebäude nun bis mindestens Spätsommer 2019 von zwei Krippengruppen genutzt wird. Bis dahin soll nämlich der sogenannte Primar-Campus an der Visselhöveder Kastanienschule fertiggestellt sein, der dann als zusätzlicher Kindergarten die angespannte Raumsituation entschärfen soll.

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