CDU-Ratsherr startet als Einzelbewerber / Viel kommunalpolitische Erfahrung

Eckhard Langanke will neuer Bürgermeister werden

Eckhard Langanke will das Image seiner Heimatstadt positiv verändern. ·
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Eckhard Langanke will das Image seiner Heimatstadt positiv verändern.

Visselhövede - Von Jens Wieters. Die Wahl des Visselhöveder Bürgermeisters, die wohl gemeinsam mit der Europawahl am 25. Mai 2014 über die Bühne geht, dürfte nun doch spannend werden, denn der CDU-Ratsherr Eckhard Langanke wirft jetzt seinen Hut in den Ring und will Franka Strehse im kommenden September im Amt beerben.

Langanke hat sich nach eigenen Aussagen die Kandidatur für das Amt des Verwaltungschefs „gut überlegt“ – wohl wissend, dass seine Parteifreunde diesen Schritt sicherlich nicht begrüßen werden. Schließlich hatten sich CDU und SPD auf einen gemeinsamen Kandidaten mit Namen Ralf Goebel, zurzeit noch Rektor der Scheeßeler Eichenschule, geeinigt.

Unter anderem ist auch das ein Grund für die Kandidatur Langankes. „Ich bin mit der Aufstellung nur eines Bürgermeisterkandidaten nicht einverstanden. In der Visselhöveder CDU haben nur einige Mitglieder den Kandidaten Goebel ohne jegliche Auswahlmöglichkeit bestimmt. Dies ist für mich kein demokratischer Vorgang“, sagt der 61-Jährige.

Während einer Versammlung des Gemeindeverbandes habe es nur die Möglichkeit der Bestätigung der Auswahl des Kandidaten gegeben. Darum sei er als Vorsitzender des CDU-Ortsverbands Visselhövede zurückgetreten ebenso wie der restliche Vorstand, so der pensionierte Polizeibeamte, der seit 22 Jahren im Visselhöveder Stadtrat sitzt und seit 1986 Mitglied der CDU ist. Einzelbewerber Langanke braucht jetzt 135 Unterstützerunterschriften, um seine Kandidatur auch formal auf den Weg zu bringen. Das dürfte aber in der Stadt und den Dörfern drumherum wohl kein Problem werden. Langanke blickt nämlich nicht nur auf eine lange kommunalpolitische Karriere zurück, unter anderem saß er fünf Jahre im Kreistag und war stellvertretender Kreisvorsitzender der CDU, sondern hat den Bürgerbusverein aus der Taufe gehoben und sitzt ihm ebenso vor wie dem Visselhöveder DRK.

„Bei den beiden vergangenen Bürgermeisterwahlen hat unsere Stadt kein Glück gehabt, ein drittes Mal muss verhindert werden. Visselhövede und die Ortschaften haben es verdient, einen guten Bürgermeister zu bekommen, der sich mit Land, Leuten und den Gepflogenheiten auskennt“, sagt Langanke.

Er sieht sich als „Moderator“, der viele Interessen abfragen und bündeln will, um dann „Lösungen für mögliche Probleme“ zu finden. Der oft genutzte Slogan „Ein Bürgermeister für alle Bürger“ sei für ihn nicht nur eine Floskel, sondern er „will ihn mit Leben füllen“.

Ein Ziel hat Langanke schon klar definiert: „Wir müssen das Image unserer kleinen, aber liebenswerten Stadt positiv verändern. Visselhövede braucht den Stellenwert, den es verdient.“

Zwar habe man zum Beispiel mit Mitteln der Städtebauförderung bisher sehr viel erreicht und auch das Erscheinungsbild sei enorm aufgewertet worden, aber es gebe noch viele offene Baustellen. „Die will ich mit Hilfe der Einwohner bearbeiten und sie an vielen Entscheidungen direkt beteiligen“, blickt Langanke, der aktuell den Posten des stellvertretenden Bürgermeisters bekleidet, schon ein wenig auf den September des kommenden Jahres.

„Bürger entscheiden mit“

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