SPD-Infoabend zum Thema Grundwassersituation / Nitratwerte bereiten Sorgen

Düngeverordnung der richtige Weg

Rund 40 Besucher verfolgten die SPD-Infoveranstaltung der SPD mit Volker Meyer vom Wasserversorgungsverband.

Visselhövede - „An rund 50 Prozent der in sieben bis 20 Meter Tiefe gelegenen Messstellen in unserem Versorgungsgebiet wird der Maximalwert von 50 Milligramm Nitrat pro Liter Wasser deutlich überschritten“, informierte Volker Meyer, Geschäftsführer des Wasserversorgungsverbands Rotenburg Land während einer Vortragsveranstaltung der Visselhöveder SPD im Café „NebenAn“, die mit knapp 40 Interessierten gut besucht war.

Grundsätzlich sei das Wasser aus der sogenannten Rotenburger Rinne sehr gut, wird Meyer in einer Mitteilung der SPD zitiert. 65 000 Menschen würden daraus versorgt.

Aber die Substratbelastung durch die hohe Dichte von Biogasanlagen und Düngeranfall durch hohen Viehbesatz bereite den Wasseraufbereitern zunehmend Sorgen. „So hat Visselhövede einen Minderungsbedarf zwischen 25 bis 50 Milligramm Nitrat pro Hektar“, so Meyer. Deshalb gebe es neue Düngeverordnungen. „Die beinhalten Kontrollen mit Rechtsfolgen, keine Vermutungen über eine bedarfsgerechte Düngung, sondern ein betriebs- und pflanzenbezogener Nachweis und die Einbeziehung des Substrats aus Biogasanlagen in die Berechnung“, schreibt die SPD. Außerdem müssten Abstände zu Gewässern und Böschungen gehalten werden und die Bauern hätten eine Einarbeitungspflicht.

Der Wasserversorgungsverband arbeite, so Meyer, mit den Landwirten und dem Landvolk zusammen, um sie für die Probleme des Gewässerschutzes zu sensibilisieren und ihnen entsprechende Wege aufzuzeigen.

In der lebhaften Diskussion nach dem Vortrag sei deutlich geworden, dass die Landwirtschaft schärfere Auflagen zu erfüllen habe, man aber auch Verständnis für die daraus resultierenden wirtschaftlichen Konsequenzen hätte, heißt es weiter. Laut SPD geht die Düngeverordnung in die richtige Richtung, bedarf in der Praxis aber Nachbesserungen, um die Wirkung zu erzeugen. „Der Wasserkreislauf ist nicht in Gefahr. Und Wasser ist ausreichend vorhanden. Es wird nicht verbraucht, sondern genutzt“, so Meyer, der nicht nur ein Umdenken bei den Landwirten, sondern auch bei den Verbrauchern angeregt habe. - jw

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