Doppelter Ruhestand

Rektor Dyck und Lehrerin Thom nehmen Abschied von der Visselhöveder Oberschule

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Die Ausscheidenden drehten eine Ehrenrunde im Cabriolet durch Visselhövede.

Visselhövede - Von Jens Wieters. Eine Rundfahrt durch Visselhövede mit einem 68er-Oldsmobile-Cabriolet, gleich zwei Spaliere aus Schülern und Lehrern, hübsche Musikstücke sowie jede Menge warme Worte: Der Wechsel von Stella Thom und Gerard Dyck, Lehrerin und Rektor der Oberschule, in den Ruhestand wurde ihnen am Mittwochmittag nicht ganz leicht gemacht.

Evelyn Dorweiler hatte gleich zwei dicke Ordner im Gepäck, denn so viele Schriftstücke hatten sich in der 44 Jahre zählenden Lehrerlaufbahn des Scharnhorsters Gerard Dyck in der Personalakte angesammelt. 

„Die zu studieren, war ein abendfüllendes Programm“, so Dorweiler, der besonders ein Schriftwechsel mit der damaligen Bezirksregierung ins Auge fiel, der noch aus der Zeit des Einstellungsstopps für Lehrer in den 80er-Jahren stammte. „Denn Dyck wollte endlich richtiger Lehrer werden und nicht nur immer wieder als Vertretungskraft vertröstet werden. Folglich drohte er indirekt mit einer Klage.“ 

Das habe zum Erfolg geführt, denn die Juristen der Bezirksregierung hätten damals signalisiert, dass sie den Prozess wohl verlieren würden. So sei es mit der Karriere Dycks steil bergauf gegangen. „Über die Hauptschulen Oyten und Kirchlinteln schließlich als Konrektor nach Visselhövede, um im November 2013 die Schulleitung zu übernehmen“, so Dorweiler.

Stella Thom, Lehrerin der Oberschule, und Gerard Dyck, Rektor, wurden feierlich verabschiedet.

Visselhövedes Bürgermeister Ralf Goebel erinnerte die rund 100 geladenen Gäste an die besonderen Aufgaben, denen sich Dyck und mit ihm das gesamte Kollegium in den vergangenen Jahren stellen musste: „Sie haben die ehemalige Hauptschule und die ehemalige Realschule in die neue Form Oberschule bringen müssen, zwei verschiedene Systeme mit den entsprechenden Lehrkräften und vorhandenen Erbhöfen, das war sicherlich keine leichte Aufgabe.“ 

Der scheidende Schulleiter habe in den politischen Gremien immer für seine Schule mit viel Herzblut gekämpft. „Daraus ist jetzt eine echte Marke entstanden, die sich sehen lassen kann“, so Goebel, der Dycks Nachfolger Ronny Wieland ein ebenso gutes Händchen wünschte.

Evelyn Dorweiler erinnerte an Dycks Werdegang.

Elternratsvertreterin Esther Michalske dankte nicht nur Dyck und Thom für ihr Engagement, sondern dem gesamten Kollegium der Oberschule für das „bisschen Mehr für unsere Kinder“. 

So seien Pausen verschoben worden, weil wichtige Unterredungen angestanden hätten, es sei auch nachmittags mit den Schülern außerhalb des regulären Unterrichts gearbeitet worden und nicht zuletzt hätten manche Hausbesuche für ein Umdenken bei den Schülern gesorgt. „Ein dickes Danke dafür“, sagte Michalske.

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