Visselhövedes Klima ist Diskussionsthema

Visselhövede – In vier Wochen steht bereits fest, wer der Nachfolger des amtierenden Bürgermeisters Ralf Goebel wird, aber vorher werden die beiden parteilosen Kandidaten Sabine Schulz, die von der WiV und der FDP unterstützt wird, und der „Einzelkämpfer“ Gerald Lutz, der erst kurz vor Toresschluss seine Kandidatur angemeldet hatte, sich noch mächtig ins Zeug legen müssen, um die Gunst der Wähler zu erlangen.
Und die machen sich auch im ländlichen Raum, wo augenscheinlich die Welt noch überwiegend in Ordnung ist, Gedanken über das Klima. „Denn das kennt keine Grenzen und muss darum gleichzeitig global und lokal betrachtet werden“, sagt Harald Gabriel von der Gruppe „Vissel for future“ (VFF). Und darum wird er gemeinsam mit Christiane Looks, der Naturschutzbeauftragten des Landkreises, den beiden Kandidaten während einer Podiumsdiskussion, die am Mittwoch, 8. September, ab 18 Uhr in der Aula der Oberschule Auf der Loge über die Bühne gegen soll, mächtig auf den Zahn fühlen.
„Denn selbst in unserer kleinen Gemeinde kann schon eine Menge für die Umwelt getan werden“, sagt Gabriel. Klima- und Umweltschutz seien die zentralen Aufgaben für die nächsten Jahrzehnte. „Mit den anstehenden Wahlen werden auch Entscheidungen getroffen, wie die Weichen für den Schutz unserer Lebensgrundlagen gestellt werden.“ Denn Klimaschutz werde nicht allein im fernen Berlin, in Brüssel oder Paris entschieden, maßgeblich sei ein Umsteuern und Umdenken im Alltag, in den Kommunen, den Betrieben, den Familien und Haushalten vor Ort.
„Wir wollen einfach wissen, was die künftigen Amtsträger für den Klima- und Umweltschutz in Visselhövede tun wollen, welche Ideen es gibt, das Klimaziel von maximal 1,5 Grad Erderwärmung in der Kommunalpolitik umzusetzen und wie wir gemeinsam daran arbeiten können, den notwendigen Wandel im täglichen Konsum, in der Mobilität, in der Energieversorgung auf den Weg zu bringen“, hat Gabriel schon zentrale Gesprächsthemen vorbereitet.

Aber nicht nur die Kandidaten für das Bürgermeisteramt sollen ihre Ideen und Ziele während der Diskussionsrunde vorstellen, sondern „wir haben auch Vertreter aller im Stadtrat vertretenen Parteien eingeladen, klar Stellung zu beziehen“, sagt Gabriel auch vor dem Hintergrund, dass auf politischer Ebene gerade darüber diskutiert wird, ob und wie die Stelle eines kommunalen Klimamanagers geschaffen werden kann.

Aber nicht nur die beiden Moderatoren werden die Kommunalpolitiker und angehenden Bürgermeister mit Fragen löchern, auch die Schüler der Oberschule haben sich bereits vor den Ferien auf die Gesprächsrunde vorbereitet und „werden sicherlich einen interessanten Fragenkatalog im Gepäck haben, mit dem sie die Politiker löchern werden“, ist sich der Visselhöveder sicher. „Denn die Zukunft der Jugendlichen hängt davon ab, was wir hier und jetzt für die Umsetzung der Klimaziele tun.“
Für die Veranstaltung werden rund zwei Stunden mit Pause eingeplant. „Jeder Bürger Visselhövedes ist eingeladen, dabei zu sein“, so Gabriel. Der Einlass erfolge natürlich unter den dann gültigen Corona-Regeln.