Dialogforum Schiene Nord übergibt Abschlussdokument / „Falsche Berichte“

„Alpha-Variante ohne Öffnungsklausel für die A7“

+
Das Dialogforum tagt Donnerstag zum letzten Mal.

Visselhövede/Bothel - Von Jens Wieters. Am nächsten Donnerstag bekommt der Niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) vom Dialogforum Schiene Nord die Lösung für die infrastrukturellen Probleme der Bahn überreicht. Und zwar ohne eine Öffnungsklausel für einen Neubau entlang der Autobahn 7.

Nach Willen der Teilnehmer des Forums, das seit Februar in der Celler Congress-Union tagt, soll die modifizierte Alpha-Variante mit der Ertüchtigung der Amerikaline bis spätestens 2030 für Entlastung auf den Schienen sorgen. „Darin ist aber keine Öffnungsklausel für eine Neubaustrecke entlang der Autobahn 7 zwischen Hamburg und Hannover enthalten“, weisen Dialogteilnehmer entsprechende Berichte verschiedener Medien entschieden zurück.

„Mit der Entscheidung für die Vorzugsvariante entfallen alle anderen Trassenmöglichkeiten und werden nicht weiter verfolgt“, betonen Evelyn Rathjen (Umweltschutzverband Bothel/Brockel, BBU) und Bothels Samtgemeindebürgermeister Dirk Eberle unisono. Leider sei durch die Deutsche Presse Agentur (dpa) eine Erklärung der Bahn „falsch“ wiedergegeben worden.

Konzernvertreter hätten nämlich nur betont, dass der Alpha-Variante vom Gutachter des Bundes „eine ausreichende Kapazität für die prognostizierte durchschnittliche Belastung 2030 bestätigt“ worden sei und dass zudem weitere „Restkapazitäten auf alternativen Laufwegen“ verfügbar seien. Lediglich für den Fall, dass „das tatsächliche Verkehrsaufkommen die prognostizierten Werte erreicht oder übersteigt und damit die Leistungsfähigkeit der Infrastruktur überschritten wird“, müsse die Bahn weitere Ausbaumaßnahmen beim Bund beantragen.

„Das ist aber eine Selbstverständlichkeit wie sie die Bahn auch schon seit Jahren verfolgen muss“, so Dirk Eberle. Bei der Anmeldung von Verkehrsprojekten zum neuen Bundesverkehrswegeplan werde das Land Niedersachsen deshalb in Bezug auf das Bahn-Dreieck Hamburg-Hannover-Bremen einzig und allein die Alpha-Variante anmelden. Eberle: „Schon deshalb kommen Neubautrassen nicht zur Geltung, auch nicht die von Hamburg favorisierte Trasse entlang der A7. Eine Öffnungsklausel für mögliche Neubautrassen wurde vom Forum ausdrücklich abgelehnt und natürlich nicht beschlossen, wie die dpa berichtet hat.“

Evelyn Rathjen: „Die Entscheidung für Alpha ist ein beispielhafter Erfolg für den Grundsatz Ausbau vor Neubau. Betonen möchten wir, dass von einer Neubaustrecke nicht mehr die Rede war und ist!“

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Alpaka-Nachwuchs in Rethem

Alpaka-Nachwuchs in Rethem

Tourbus unter dem Hammer: Reisen wie einst die Kelly Family

Tourbus unter dem Hammer: Reisen wie einst die Kelly Family

Personaler verraten: So sieht der perfekte Bewerber aus

Personaler verraten: So sieht der perfekte Bewerber aus

„Lenna” im Kurpark

„Lenna” im Kurpark

Meistgelesene Artikel

22. Beeke-Festival begeistert Folklore-Fans in Scheeßel

22. Beeke-Festival begeistert Folklore-Fans in Scheeßel

Mittelalter-Markt in Höperhöfen: „Liberi Effera“ brechen das Eis

Mittelalter-Markt in Höperhöfen: „Liberi Effera“ brechen das Eis

Sattelzug hat 17 Tonnen Hühnerkot zu viel geladen

Sattelzug hat 17 Tonnen Hühnerkot zu viel geladen

Die Post braucht noch einen Standort

Die Post braucht noch einen Standort

Kommentare