Dialogforum Schiene Nord gibt Empfehlung ab

Große Mehrheit für Alpha-E

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Auch der Ausbau der Amerikalinie zwischen Langwedel und Uelzen gehört zu Alpha-E.

Celle/Visselhövede - Die Vertreter von Bahn, Landkreisen, Kommunen, Umweltschützern und Bürgern stimmten am Montagmittag bei der letzten Sitzung des Dialogforums Schiene Nord mit gut 90-prozentiger Mehrheit für die sogenannte Alpha-E-Variante. Sie sieht einen umfangreichen Ausbau von vorhandenen Bahnstrecken für Gütertransporte aus den Seehäfen Hamburg, Bremen und Wilhelmshaven vor.

Eine Öffnungsklausel für eine Neubaustrecke entlang der Autobahn 7, wie sie vor allem Hamburg forderte, fand im Abschlussdokument keine Berücksichtigung.

„Dieses Forum ist ein leuchtendes Beispiel für demokratische Konfliktlösung im Sinne des Allgemeinwohls“, war von den Bürgerinitiativen zu hören, die teilweise Jahrzehnte lang gegen die Y-Trasse gekämpft hatten.

Es sei ein breiter Konsens erarbeitet worden, der mit der Alpha-Variante den Ausbau der Schieneninfrastruktur vorsehe, aber gleichzeitig die Belange von Mensch und Umwelt respektiere.

Die Alpha-E-Variante umfasst folgende Maßnahmen: zweigleisiger Ausbau Rotenburg-Verden, eingleisige Ertüchtigung und Elektrifizierung der Amerikalinie zwischen Langwedel und Uelzen, eine Blockverdichtung Nienburg-Wunstorf mit Überholgleisen und Wendemöglichkeiten, eine Blockverdichtung zwischen Verden und Nienburg, Celle und Lehrte, den geringfügigen Ausbau Nienburg-Minden, den dreigleisigen Ausbau von Lüneburg nach Uelzen sowie der Ausbau Uelzen-Halle.

Olaf Lies (SPD), niedersächsischer Wirtschafts- und Verkehrsminister, wird das Abschlussdokument an das Bundesverkehrsministerium übergeben, um die Alpha-Variante in den Bundesverkehrswegeplan (BWP) aufnehmen zu lassen. Letztlich entscheidet der Bundestag im kommenden Frühjahr über den BWP.

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