Campus passiert Ausschuss / CDU hat Außengelände im Blick

Detailplanungen

Vom Schulhof aus dominieren Treppenhaus und Fahrstuhl. Fotos: Menzel Architekten und Ingenieure

Visselhövede - Von Jens Wieters. „Mit Volldampf in die Planungen des Primar Campus!“ Das ist zurzeit die Devise im Visselhöveder Rathaus. Dort ist gleich eine ganze Reihe von Mitarbeitern nicht nur aus dem Bauamt damit beschäftigt, die Voraussetzungen für den nötigen Bauantrag zu schaffen. Damit die aber überhaupt tätig werden können, musste der Ausschuss für Bauen und Stadtentwicklung dem Entwurf für den Neubau einer Kindertagesstätte und die Erweiterung der Kastaniengrundschule für insgesamt 95 Kinder zustimmen.

Der überarbeitete Entwurf hatte Ende Februar bereits den Arbeitskreis Primar Camus erfolgreich passiert und fand jetzt auch im Bau- und Stadtplanungsausschuss eine Mehrheit. Und das, obwohl Hartmut Wallin (Grüne) dagegen stimmte, weil der Bau seiner Meinung nach kleiner ausfallen könnte, und obwohl sich die SPD enthielt.

Der vom Architekten Martin Menzel gefertigte neue Entwurf hat keinerlei merkliche Abweichungen bei den Kosten und bei den Außenmaßen. „Es wurden lediglich innerhalb des Gebäudes noch Details verändert“, informierte Bürgermeister Ralf Goebel.

So ist jetzt beispielsweise der Werkraum der Schule im Obergeschoss auf die andere Seite geplant worden, damit die Krippenkinder ein Stockwerk tiefer in Ruhe ein Nickerchen machen können und nicht durch Bohren oder Hämmern gestört werden. Auch ein Lieferanteneingang ist geplant, um die Situation am Haupteingang des Gebäudes ein wenig zu entzerren. „Das ist technisch möglich, da ein Flur am Eingang wegfällt“, so Goebel.

Fingerspitzengefühl werden die Handwerker bei der Anbindung des neuen Gebäudes an die bestehende Schule beweisen müssen. „Denn bei dem Übergang werden wir einen Höhenunterschied von bis zu 15 Zentimetern überbrücken müssen. Es wird halt ein kleines Gefälle geben“, so die städtische Gebäudemanagerin Karin Stegmann.

„Wichtig ist, dass es vorangeht und unser Architekt beim Landkreis als Genehmigungsbehörde eine Nummer ziehen kann, um mit einem schnellen Bauantrag so viel Zeit wie möglich aufzuholen“, betonte Goebel.

Hartmut Wallin findet, dass bei dem Gebäude „zu groß gedacht“ werde. Er plädierte dafür, das Haus einige Meter kürzer zu bauen und auch den Fahrstuhl und das Treppenhaus nicht bis in den zweiten Stock zu planen, ohne jetzt zu wissen, ob der Dachbereich jemals ausgebaut werde.

„Dass das Obergeschoss einen kleinen Versatz nach innen hat, ist auch nicht nötig“, hat der Schwitscher weiteres Einsparpotenzial entdeckt. „Das ist aber ein gestalterisches Element, damit das Schul- und Kita-Gebäude nicht einem langen Industrieriegel ähnelt“, konterte Karin Stegmann.

Für Lothar Cordts (SPD) entsprechen die geplanten Klassenräume den modernen Standards einer Schule, die „nicht eingedampft werden sollten“. Auch sei es ein Fehler, Treppe und Lift nicht in den zweiten Stock zu führen, weil das nicht sonderlich viel mehr kosten würde. Dennoch haben sich die Genossen bei der späteren Abstimmung enthalten. Wohl auch, weil der Beschlussvorschlag der Verwaltung um einen Antrag der CDU ergänzt wurde.

Denn wie Pamela Helmke begründet, sei der eigentliche Bau die eine Sache, aber „es müssen parallel viele weitere Dinge angeschoben werden“. So fordert die CDU, dass eine maßstabsgetreue Vorplanung des Außengeländes samt Verkehrswegeplan für Campus, Kindergarten Fabula, Sporthalle und Bushaltestelle zeichnerisch dargestellt wird. „Dabei müssen die Parkplätze und die Fahrradabstellflächen sowie die Fußwege der Schüler berücksichtigt werden“, betonte Helmke. Sie will auch im Detail wissen, wie der Unterricht während der Bauphase abläuft, wohin in dem Zeitraum die Bushaltestelle verlegt wird, wo die Baumaterialien und Baufahrzeuge gelagert und abgestellt werden. „Denn die Sicherheit der Kinder hat auch während des Baus Priorität“, so Helmke.

Ausschussvorsitzender Dieter Carstens (CDU) betonte, dass es sich um „eine Großbaustelle handelt, die länger als ein Jahr andauert“. Während dieser Zeit müsse alles nachvollziehbar dargelegt werden. Die CDU fordert außerdem eine Infoveranstaltung für die Anlieger der Gerhart-Hauptmann-Straße. „Insbesondere zum Thema Einbahnstraße“, ergänzte Helmke.

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