Es geht voran

Der nächste Schritt zum Radweg: Ausgleichsflächen für den Bau an der L171 sind bereits gefunden

Mit vielen Plakaten entlang der Landesstraße macht die Interessengemeinschaft auf das Thema aufmerksam.
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Mit vielen Plakaten entlang der Landesstraße macht die Interessengemeinschaft auf das Thema aufmerksam.

Jeddingen – Und wieder ist ein großer Schritt getan für die Realisierung des von Anliegern seit Jahren geforderten Radwegs entlang der Landesstraße 171 zwischen Jeddingen und Klein Linteln im Landkreis Verden. „Wir haben bereits die nötigen Ausgleichsflächen zusammen, die wir brauchen, um den Flächenverbrauch beim Bau des Radwegs an anderen Stelle wieder aufzufangen“, freut sich Daniel Schiemann, der Vertragsschließer Grunderwerb der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr aus Verden, die den Radwegbau federführend umsetzt.

„Denn nach dem Aufruf in der Rotenburger Kreiszeitung/Visselhöveder Nachrichten haben sich sage und schreibe 15 Flächeneigentümer gemeldet und uns Grundstücke angeboten“, so Schiemann. Es seien insgesamt 30 Flächen unterschiedlicher Größe gewesen. „Von 200 Quadratmetern bis zu vier Hektar war alles dabei.“

In der Verdener Behörde wird jetzt sondiert, welche Bereiche dafür geeignet sein könnten, den Eingriff in die Natur beim Radwegbau zu kompensieren. „Auf jeden Fall haben wir genug Flächen, denn wir rechnen damit, dass wir zwischen zwei und vier Hektar als Ausgleich brauchen“, berichtet Schiemann. Diese Verkaufsbereitschaft signalisiere auch, dass die Menschen in der Region ein echtes Interesse daran hätten, dass der Radweg realisiert werde.

„Wenn die Grundstückseigentümer beim Verkauf ihrer Flächen, die wir für den Bau brauchen, genau so kooperieren, wäre das natürlich prima“, sagt Schiemann. Auf der Visselhöveder Seite sind es nur wenige Eigentümer, da das Gros des geplanten, zehn Kilometer langen Radwegs auf dem Kirchlintelner Gemeindegebiet liegt.

Seit Jahren fordern die Anwohner den Lückenschluss des Radwegenetzes.  

Der Lückenschluss wird schon seit vielen Jahren gefordert – auch, weil in den vergangenen zehn Jahren zwei Radfahrer bei Unfällen ums Leben gekommen waren. Daraufhin hatte sich im November 2018 die Initiative „Pro Radweg – Sicheres St. Pauli“ gegründet, weil der kleine Ort genau an der Kreisgrenze liegt. Die Initiative hatte damals ihre Kernforderungen aufgestellt: „Vermeidung weiterer Todesfälle und Verletzte an der L 171 durch den schnellen Bau eines Radweges zwischen Jeddingen und Kirchlinteln. Die Beschleunigung der Planung des Radwegs durch die Einbindung der Planungsabteilungen der Landkreise und betroffenen Kommunen mit Übernahme der Kosten durch das Land und den Aufbau eines sicheren Verkehrswegs zu den Schulen und Sportstätten sowie eines Radwegverbundes für die Region und den Tourismus.“

Die Mitglieder aus beiden Landkreisen hatten immer wieder Sternfahrten nach Egenbostel organisiert und wissen auch die beiden Landtagsabgeordneten Dörthe Liebetruth (SPD) und Eike Hosten (CDU) hinter sich, die sich in Hannover für den Bau stark gemacht hatten. Verzögerungen gab es immer wieder, weil zwar Geld im Topf war, aber die Planer in der Verdener Behörde gefehlt haben.

Im vergangenen Sommer gab es während einer dieser Radtouren aber die frohe Botschaft, dass die Planungen nun endlich beginnen sollen. Konkret verkündete Lars Dammann von der Interessengemeinschaft Pro Radweg, dass das Projekt an der L 171 unmittelbar an der Reihe sei. Der Grund dafür: Auf der Prioritätenliste des Landes sei der Radweg nun planfestgestellt. Er mahnte damals jedoch an, dass die Planungen nun nicht fünf bis sechs Jahre dauern sollten, wie in anderen Fällen. „Wir wollen nicht so lange warten“, betonte Dammann. Die IG Pro Radweg bleibt nach eigener Aussage, „jetzt weiter am Ball und wird die Planungen unterstützen“, damit Personalknappheit keine Ausrede mehr sein dürfe. Im Sommer hatten die Bürgermeister aus Kirchlinteln und Visselhövede angekündigt, dass sie den Schulterschluss suchen würden, um gemeinsam den Flächenankauf für den Radweg zu unterstützen.

„Wenn das auch so klappt wie bei der Suche nach Ausgleichsflächen, geht natürlich alles ein bisschen schneller“, so Daniel Schiemann.

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