Rückbau ist angelaufen

Dea-Verpressanlage ist geschlossen

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Die Dea-Verpressanlage für Lagerstättenwasser bei Grapenmühlen wird jetzt zurückgebaut.

Wittorf/Grapenmühlen - Von Jens Wieters. „Die Versenkbohrung für Lagerstättenwasser bei Wittorf-Grapenmühlen wird eingestellt“. Mit dieser Mitteilung überraschte am Mittwochmittag der Konzern Deutsche Erdöl AG (Dea).

„Angesichts sich verändernder rechtlicher Rahmenbedingungen wird die von uns betriebene Wasserversenkbohrung Wittorf Z1 die schon bald geltenden Kriterien nicht mehr erfüllen,“ so Dirk Warzecha, das für die Produktion verantwortliche Vorstandsmitglied des Unternehmens. „Darum haben wir uns entschieden, die Verbringung von Lagerstättenwasser dort bereits jetzt einzustellen“, wird Warzecha in der Mitteilung zitiert. Wittorf Z1 wurde 1981 gebohrt, 1994 bis auf eine Tiefe von rund 1 000 Metern teilverfüllt.

Die Planung für die endgültige Verfüllung der Bohrung, den Rückbau der Anlagen und des Betriebsplatzes sowie die Rekultivierung des Areals sei bereits angelaufen, heißt es weiter. Ein Teil des bei Dea in der Erdgasproduktion anfallenden Lagerstättenwassers werde weiter durch Konsortialpartner in bestehende Versenkbohrungen eingebracht und so sicher gelagert. Ungeachtet der aktuellen Entscheidungen wird DEA weiter unterschiedlichen Optionen bei der Entsorgung des Lagerstättenwassers nachgehen. „Wir halten an unserer 2013 durch Gutachter belegten Auffassung fest, dass in ausgeförderte, druckabgesenkte Erdgaslagerstätten führende Wasserversenkbohrungen eine besonders nachhaltige Form der Lagerstättenwasserentsorgung ist,“ so Warzecha.

Für Visselhövedes Bürgermeister Ralf Goebel ist diese Nachricht „eine gute für die Region“. Genau wie beim Rückbau der ebenfalls stillgelegten Exxon-Verpressbohrung in der Gilkenheide werde die Stadt beim zuständigen Landesbergamt darauf drängen, dass die Flächen in ihrem ursprünglichen Zustand übergeben werden.

Die Initiative „Wittorfer für Umwelt und Gesundheit“ (WUG) freut sich auch über den „endlich geplanten und angekündigten Rückbau der Dea-Versenkanlage in Grapenmühlen“.

Die Wittorfer bleiben aber bei der Forderung einer zu installierenden Tiefenmessstation. „Nur so kann man Hinweise auf mögliche Auswirkungen an der Altbohrung durch Erdbeben erhalten“, so WUG-Sprecher Gerd Richter zu unserer Zeitung. Denn eine Tatsache bleibe immer bestehen: „Es befinden sich in nur 800 Metern Tiefe rund eine Million Kubikmeter giftige Flüssigkeit in unserem Erdreich.“ Die WUG bleibt auch weiterhin bei dieser Thematik am Ball. Denn bekanntlich plant der Konzern Vermilion Energy Deutschland Probebohrungen im Raum Visselhövede, um zu erkunden, ob sich eine Erdgasförderung lohnt. „Auch denen werden wir auf die Finger schauen und natürlich die Frage stellen, wo denn die giftigen Bohrrückstände blieben“, sagt Richter.

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