Auflösung Ende 2022 / Zusammenlegung mit Hiddingen

Das Aus für die Schwitscher Feuerwehr

Das Schild vor dem Schwitscher Feuerwehrhaus hat nur noch ein gutes Jahr Bestand.
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Das Schild vor dem Schwitscher Feuerwehrhaus hat nur noch ein gutes Jahr Bestand.

Visselhövede – Seit Donnerstagabend ist es amtlich: Die Ortsfeuerwehr Schwitschen wird kurz nach ihrem 100. Geburtstag zum Ende des kommenden Jahres aufgelöst. Die aktiven Mitglieder haben aber die Möglichkeit, die Zusammenlegung mit der Hiddinger Wehr aktiv mitzugestalten. Wie die dann neue Wehr heißen wird, soll die erste gemeinsame Mitgliederversammlung im Februar/März 2023 bestimmen.

Für die neue Wehr soll außerdem schnellstmöglich ein umfassendes Gebäudekonzept erstellt werden, weil die dann größere Wehr weder im Hiddinger Feuerwehrhaus noch im Schwitscher Gerätehaus Platz findet.

Der Visselhöveder Stadtrat folgt damit, allerdings auch mit einigen Gegenstimmen, mehrheitlich der Empfehlung des Feuerwehrausschusses, die seit Jahren in vielen emotional geführten und teilweise von einem Mediator begleiteten Gesprächsrunden vorbereitet worden war. Hintergrund ist, dass Fachleute, die zurzeit den Feuerwehrbedarfsplan erstellen, der 23-köpfigen Schwitscher Wehr keine Zukunft vorausgesagt haben. Außerdem müsste die Stadt ein neues Gerätehaus bauen.

„Diese Entscheidung ist sicherlich nicht im Sinne aller Feuerwehrleute, aber sie muss sein. Ich hoffe aber, dass wir dadurch mehr Brandschützer behalten als verlieren“, so Tam Ofori-Thomas (SPD). Das Ehrenamt stünde beim Rat oben an und es müsse schnell ein Konzept für die neue Wehr erarbeitet werden, damit die Feuerwehrleute ein neues Zuhause bekämen.

Pamela Helmke (CDU) unterstrich, dass es keine „populäre Entscheidung war“, die Schwitscher Wehr aufzulösen, aber „ich setze auf die Fairness der Feuerwehrleute untereinander“.

Das Gerätehaus in Hiddingen ist bald zu klein.

Dagmar Kühnast (SPD), die sich als Schwitscher Ortsbürgermeisterin der Stimme enthielt, betonte, dass „wir vor fünf Jahren bei der Erstellung des Bedarfsplans hätten mutiger“ sein sollen, denn dann „hätte man die Zusammenlegung besser vorbereiten können“. Wichtig sei jetzt, dass die Fusion auch von den Schwitscher Kameraden mitgestaltet werden kann. „Bei beiden Wehren haben wir eine lange Tradition, darum wäre es schön, wenn man sich auf einen gemeinsamen Namen einigen könnte.“

Heiner Gerken (Grüne) möchte, dass nicht „immer nur von Auflösung die Rede ist, sondern wir schaffen auch etwas Neues“. Die Stadt investiere viele Millionen in die Wehren, aber sie könne nicht für jede Ortswehr ein neues Gerätehaus bauen.

Robert Rabe (SPD), selbst Feuerwehrmann, möchte, dass „dringend ein Gebäudekonzept erarbeitet wird, damit der neuen Wehr eine Zukunft geboten werde. „Eine fruchtbare Zusammenarbeit liegt ab 2023 in den Händen der Beteiligten.“

Aber nicht alle Stadtratsmitglieder sind mit der Entscheidung einverstanden. So fragt sich Michael Meyer (CDU), „warum der zweite vor dem ersten Schritt gemacht wird und warum in solch einem Tempo?“ Seiner Meinung nach sei es besser, zunächst einen Plan für ein Gebäude zu entwickeln, das dann mit Personal aus beiden Wehren bestückt werde. „Außerdem möchte ich daran erinnern, dass den Wehren zur Gebietsreform 1973 eine Bestandsgarantie gegeben worden ist.“

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