Cord Bade und Bernd Wolfgramm sind gerade nach Wacken unterwegs

Mit Trecker und Bauwagen zum Heavy-Metal-Festival

Im Bauwagen wird nur das Nötigste für ein paar Tage Festivallfeeling gelagert: Schlafsäcke, Konserven und viel Bier.
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Im Bauwagen wird nur das Nötigste für ein paar Tage Festivallfeeling gelagert: Schlafsäcke, Konserven und viel Bier.

Delventhal - Von Jens Wieters. Der 50 Jahre alte McCormick sprang zum Glück gestern Morgen an, denn Cord Bade und Bernd Wolfgramm hatten es mächtig eilig. Sie fahren wie viele andere zum Wacken-Open-Air nach Schleswig-Holstein. Aber nicht schnöde mit dem Auto, Zug oder Motorrad, sondern per Trecker und Bauwagen.

„Ich habe den Trecker in den vergangenen Jahren mühsam wieder aufgebaut und ihn auch ein bisschen restaurieren lassen“, sagte Cord Bade, der noch nie zuvor beim Heavy-Metal-Kultfestival war, kurz vor der Abreise. „Aber als der Trecker so vor mir stand, habe ich mir überlegt, etwas Verrücktes damit zu machen“, berichtete der 60-Jährige.

Und da er und auch sein Kumpel Bernd Wolfgramm (63) mehr auf harte Musik stehen, lag der Gedanke nahe, sich auf den Weg nach Wacken zu machen. „Das Kinderfestival Hurricane in Scheeßel ist uns einfach viel zu lasch“, betonte Bernd Wolfgramm, der seine lange graue Mähne lieber zu Hardrock schütteln will.

Ergo wurde in den vergangenen Wochen diverses Kartenmaterial gesichtet, um möglichst ohne viele Umwege nach Wacken zu kommen. Schließlich läuft der Trecker nur 25 km/h.

„Nach dem ersten Tag machen wir in Wischhafen einen Stopp, um bei meiner Schwägerin zu übernachten“, so Bade, der heute Morgen bereits wieder früh auf den Treckersitz klettert, um möglichst eine der ersten Fähren über die Elbe nach Glückstadt zu bekommen. „Von dort ist es dann nicht ganz so weit“, freuten sich die beiden Vagabunden auf den zweiten Teil der Anreise.

Hinter dem knallrot lackierten McCormick hängt ein alter Bauwagen, der nur mit dem Nötigsten bestückt ist: ein Vorzelt, zwei Luftmatratzen und zwei Schlafsäcke, einige Konserven und viel Bier. „Das muss reichen“, stellten die beiden bei der Abreise fest. Zuvor mussten noch die Räder des grauen Bauwagens getauscht werden, damit sie die lange Strecke auch durchhalten.

„Dabei sind wir nur über die Tauschbörse an Karten für das Open-Air gekommen, sonst wäre der Traum nicht in Erfüllung gegangen“, lachte Bade, der ebenso wie Wolfgramm von den Ehefrauen „frei bis nächsten Dienstag“ bekommen hat.

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