Anfahrt bereitet Probleme

Grünsammelplatz: Das Chaos soll ein Ende haben

Viele Autos stehen auf dem Grünsammelplatz.
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Da soll noch einer den Überblick behalten: Der Grünsammelplatz Paterbusch am Samstag gegen 11 Uhr.

Was für ein Durcheinander: Am Samstag war das Verkehrschaos am Visselhöveder Grünsammelplatz in Nindorf-Paterbusch perfekt. Dutzende Autos blockierten die Zufahrt. Daher soll schnell eine Lösung her.

  • Dutzende Autos stehen am Visselhöveder Grünsammelplatz im Stau.
  • Bauhof macht spontan Platz für Rasenschnitt und Co.
  • Polizei will Situation nicht länger hinnehmen.

Nindorf – Zum Glück hat die Stadt Visselhövede im Bauhof Mitarbeiter, die schnelle Entscheidungen treffen und damit mögliche Gefahrenpunkte entschärfen: Denn am vergangenen Samstag kam es am Grünsammelplatz Nindorf-Paterbusch aufgrund des Andrangs erneut zu chaotischen Szenen: Dutzende Autos, teilweise mit großen Anhängern voller Laub und anderer Gartenabfälle, haben sich auf der schmalen Zufahrt gedrängelt, der Rest hat die viel befahrene Landesstraße blockiert – und zwar sowohl aus Richtung Visselhövede, als auch aus Richtung Jeddingen. Hinzu kamen noch die Autos, die den Schleichweg aus Nindorf genutzt haben.

„Zum Glück hat Bauhofmitarbeiter Klaus-Dieter Göhring schnell reagiert und die Leute auch auf den Platz vor der eigentlichen Sammelstelle gelotst. So war die Situation zumindest in der Hauptzeit zwischen 10.30 und 11.30 Uhr halbwegs zu lösen“, lobt Polizeihauptkommissar Stefan Spillner, Chef der Visselhöveder Wache, der von Verkehrsteilnehmern auf das Chaos aufmerksam gemacht worden war und sich vor Ort ein Bild von der Situation gemacht hat.

Gespräch mit Verdener Behörde

Auch der Polizist kommt zu der Erkenntnis, dass „es nur eine Frage der Zeit ist, wann es dort zu einem Unfall“ komme. Eine bauliche Änderung der Zu- und Abfahrt sei dringend nötig, zumal ein Stau auf einer Landesstraße wegen eines Grünsammelplatzes nicht zu tolerieren sei.

Stau auf der engen Zufahrt.

Das Problem: Bereits seit Jahren trägt sich die Visselhöveder Stadtverwaltung, die den Grünsammelplatz für den Landkreis als zuständige Behörde betreibt, mit dem Gedanken, die Zufahrt zu verändern. „Wir möchten eine zweispurige Zufahrt am jetzigen Standort, sodass wir mindestens doppelt so viele Fahrzeuge dort warten lassen können“, stellt Ordnungsamtsleiter Mathias Haase die Pläne vor. Die Ausfahrt soll wie bisher auch separat rund hundert Meter weiter erfolgen. Aber genau das will die zuständige Landesbehörde für Straßenbau in Verden bisher nicht. Dort herrscht bislang noch das Credo vor, Zu- und Ausfahrt auf einem Weg parallel zu nutzen. „Das ist allerdings kaum praktikabel, wenn man sich den Andrang besonders an den Samstagen anschaut“, betont Haase. Denn dann sei eine Art Kreisverkehr nicht möglich, und nicht jeder Autofahrer könne mit einem Anhänger gut rückwärts rangieren.

Visselhöveder Verwaltung befürchtet Unfallschwerpunkt

„Es ist dort alles viel zu eng und es würde noch mehr Probleme geben. Sicherlich würde sich der Bereich an der Landesstraße zu einem Unfallschwerpunkt herauskristallisieren.“ Haase hofft, dass die Gespräche, die der Visselhöveder Bürgermeister Ralf Goebel mit dem neuen Leiter der Verdener Behörde, Rick Graue, führen wird, von Erfolg gekrönt sein werden und hinsichtlich der Ausfahrt bei der Genehmigungsbehörde ein Umdenken einsetzt. „Auch, weil man von dort die Straße dann viel besser einsehen kann.“

Auf jeden Fall muss schnell etwas geschehen.

Polizeihauptkommissar Stefan Spillner

Aber auch an anderen Punkten will die Verwaltung für Entspannung sorgen: So sollen die Container verschwinden, wo die Leute bisher ihren Grünschnitt eingeworfen haben. Geplant ist eine versiegelte Fläche, auf der die Anlieferer einfach abladen können. „So haben wir eine schnellere Abfertigung“, nennt Haase den Vorteil. Anschließend würden die Bauhofmitarbeiter Laub und Co. per Radlader zu großen Haufen zusammenschieben. So wie es Klaus-Dieter Göhring aus der Not heraus bereits am Samstag gemacht hat. „Auf jeden Fall muss schnell etwas geschehen“, sagt auch Kommissar Spillner, der hofft, dass sich die Situation durch den zweiten Sammeltag entschärft.

Öffnungszeiten

Der Sammelplatz ist bis September mittwochs von 16 bis 18 Uhr und samstags von 9.30 bis 12.30 Uhr geöffnet.

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