Jeddinger steht am 27. Februar zur Wahl

CDU-Visselhövede: Dunecke ist Bürgermeisterkandidat

CDU-Gemeindeverbandschef Michael Meyer (l.) gratuliert Jürgen Dunecke.
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CDU-Gemeindeverbandschef Michael Meyer (l.) gratuliert Jürgen Dunecke.

Jeddingen – Der Jeddinger Jürgen Dunecke geht für die CDU ins Rennen um das Amt des Visselhöveder Bürgermeisters. Die Wahlberechtigten werden am 27. Februar 2022 entscheiden, ob der 59-Jährige die Nachfolge von Ralf Goebel antreten wird.

Entschieden haben sich am Dienstagabend im Jeddinger Hof aber bereits die 24 anwesenden Unionsmitglieder, die den Berufsschullehrer mit großer Mehrheit zum Kandidaten gekürt haben: 20 stimmten für Dunecke, drei mit Nein bei einer Enthaltung. Weitere Bewerber hatten sich nicht zur Verfügung gestellt.

In der kurzen Vorstellungsrede setzte der Vater eines erwachsenen Sohnes, der seine neue Internetseite nicht als „Vorpreschen“ sondern als „gut vorbereitet“ bezeichnet, gleich mal ein paar Duftmarken mit Blick auf die Zukunft der Stadt: „Bei den Schulen müssen wir die nötigen Rahmenbedingungen schaffen und einen Investitionsstau an den Gebäuden vermeiden, denn wir sehen aktuell, was passiert, wenn man jahrelang nichts macht. Eigentum verpflichtet nun mal.“

Weitere Themen, die Dunecke, der nicht „nur für eine Wahlperiode“ antritt, im Falle seines Wahlsieges beackern will, sind die Wirtschaftspolitik mit der Ausweisung von Flächen für die Ansiedlung weiterer Unternehmen in der Stadt sowie der konsequente Breitbandausbau sowohl für Firmen als auch für private Haushalte. „Denn Wohnen und Arbeiten kann man künftig nicht mehr rigoros trennen.“

Vor allem ist Dunecke daran gelegen, die Einwohnerzahl zu erhöhen. Das könne man erreichen, in dem vor allem jungen Familien ein breiteres Angebot gemacht werde. „Wir haben zwar ein Hallenbad, eine gute schulische Infrastruktur und eine prima Nahversorgung, aber es geht noch mehr. Ich glaube, dass künftig wieder mehr Menschen aufs Land ziehen, weil sie die Mieten in den Städten kaum noch bezahlen können, und darauf müssen wir vorbereitet sein.“ Auch das Thema Klimawandel will Dunecke angehen, denn „der geht uns alle an. Und selbst wir in unserer kleinen Stadt können etwas tun.“

Der gelernte Schmied, der 45 Jahre in Visselhövede gewohnt hat und nun seit 14 Jahren in Jeddingen lebt, macht auch keinen Hehl daraus, dass er den gerade vom Stadtrat ins Leben gerufenen Kernortausschuss für überflüssig hält: „Das ist keine gute Idee, denn der Ausschuss zieht die Beschlüsse unnötig in die Länge. Wenn es Probleme oder Anregungen in der Stadt gibt, haben die Einwohner doch jederzeit die Möglichkeit den Bürgermeister persönlich anzusprechen. So wie in den Ortschaften auch.“

Überhaupt sieht sich ehemalige Jeddinger Schützenchef, der aktuell im Heidekreis auch Leiter des Projekts „Region des Lernens“ ist, als Kommunikator. „Allein kann ein Bürgermeister kaum etwas ausrichten, er braucht die Fachleute in der Verwaltung, und ich glaube, dass wir im Visselhöveder Rathaus ein hervorragendes Team haben, das es einem Bürgermeister leicht macht, gemeinsam Entscheidungen vorzubereiten.“

Erfahrung in der Politik hat Dunecke bereits von 1991 bis 2006 gesammelt, als er für die CDU im Stadtrat saß, bevor er sich beruflich umorientiert hatte, die Selbstständigkeit aufgab und Berufsschullehrer wurde. „Aber jetzt bin ich zurück und bereit, Bürgermeister der Stadt Visselhövede mit ihren besonderen Ortschaften zu werden. Denn wir alle sind ein Visselhövede.“

Hermann Klopp (l.) und Ulli Voss zählen die Stimmen aus.

Dass er sich am 27. Februar und womöglich auch noch bei einer Stichwahl neben Sabine Schulz mit weiteren Kandidaten aus den Reihen der Grünen und der SPD, die in diesen Tagen Namen bekannt geben, messen muss, nimmt Dunecke sportlich: „Wer auf das Siegertreppchen will, der muss alle K.-o.-Runden überstehen.“

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