Elektromobil steht ab Mitte April an der Goethestraße

Carsharing startet bald in Visselhövede

Bürgermeister Ralf Goebel gibt den Strom frei an der Ladesäule für zwei Elektroautos.
+
Bürgermeister Ralf Goebel gibt den Strom frei an der Ladesäule für zwei Elektroautos.

Visselhövede – Ab Mitte April können Visselhöveder das neue Carsharing-Angebot der Stadtwerke Rotenburg in Kooperation mit der Stadt Visselhövede nutzen. Das Modell, das Elektroauto Zoe des französischen Herstellers Renault, wird aber schon mal vorgestellt.

Neue Möglichkeit für Mobilität im ländlichen Raum werden immer wieder gefordert und diskutiert. Carsharing ist dabei eine Alternative, die zum Beispiel für Haushalte ohne Zweitwagen infrage kommt. In der Kreisstadt besteht das Angebot, ebenfalls von den Stadtwerken, bereits seit einiger Zeit. Nun soll es auch an der Vissel losgehen. Das Modell Zoe fährt dabei mit 100 Prozent Ökostrom. Die Akkus werden an der Ladesäule am Visselbad direkt an der zentralen Goethestraße geladen. Ein zweiter Platz für ein anderes Fahrzeug ist zum Aufladen ebenfalls vorhanden. Der Renault kann in wenigen Tagen genutzt werden, registrieren können sich die Interessenten aber schon jetzt.

„Gut, dass das jetzt in Gang kommt“, sagt Goebel bei einer ersten Testfahrt mit dem neuen Gefährt mit Automatikgetriebe, das für bestimmte Zeiten gebucht und genutzt werden kann. Die Stadt habe beim Aufbau der Infrastruktur geholfen, damit das Carsharing-Auto auch an einem attraktiven, zentralen Standort steht. Dieser müsse schließlich gut zu erreichen sein.

„Ich bin eingeloggt“, demonstriert Goebel die kinderleichte Bedienung der „MOQO“-App, um den Ladevorgang an der Säule zu starten. Fahrten mit dem Auto ließen sich frühzeitig planen und buchen. Das Angebot sei also eine gute Alternative zum Zweitwagen. „Unter 15 000 Kilometer im Jahr lohnt sich sowieso kein zweites Auto“, ergänzt Stadtwerke-Geschäftsführer Volker Meyer.

In Rotenburg können die Stadtwerke schon auf eine gewisse Erfahrung zurückgreifen. Schon mehrere Elektrowagen stehen für das Carsharing zur Verfügung. Diese können die registrierten Visselhöveder übrigens auch nutzen, aber das Fahrzeug muss immer wieder an den Abholort zurück.

Das Nutzerverhalten sei in Rotenburg sehr vielfältig. „Es gibt einige Testfahrer, die das Carsharing nur wenige Male ausprobierten, aber es gibt auch Stammkunden, die regelmäßig mit unseren Autos fahren“, schildert Meyer.

Elektromobilität und Carsharing sind zwei Trends, die jetzt auch in Visselhövede Fahrt aufnehmen. Denn bald steht nicht nur das Auto bereit, schon jetzt können Besitzer eines E-Autos die vorhandene Ladesäule nutzen. Der Versorger aus der Wümmestadt habe bereits sechs öffentliche Ladesäulen in Visselhövede eingerichtet. „Zusätzlich zu der häufig genutzten SR-Ladesäule in der Süderstraße stehen jetzt zwei weitere 22-Kilowatt-Ladepunkte zur Verfügung. Einer davon an der Goethestraße ist allerdings ausschließlich für das neue Carsharing-Auto reserviert“, erklärte Hans-Joachim Buthmann vom Kundencenter der Stadtwerke.

Das Tolle an dem Service sei, dass noch nicht mal eine Aufnahmegebühr oder eine monatliche Grundgebühr fällig werde. „Jeder Bürger kann sich bequem online registrieren und dann mit der ,SR-MOQO‘-App das Fahrzeug buchen und nutzen. Voraussetzung ist eine gültige Fahrerlaubnis“, erläuterte Buthmann weiter. Die Stundenpauschale von fünf Euro und der Kilometertarif von 15 Cent sind scharf kalkuliert, im Vergleich zur steuerlichen 30 Cent Pauschale geradezu günstig.

Als kleine zusätzliche Verbesserung hat Bürgermeister Goebel noch die Idee, am Parkplatz auch einen Fahrradständer zu schaffen, damit das Kurzleihauto besser erreicht werden könne. Das könnte also als Nächstes in Angriff genommen werden.

Sie fahren schon mal Probe: Stadtwerke-Chef Volker Meyer (l.) und Bürgermeister Ralf Goebel mit dem Elektroauto. Das Modell kommt jetzt auch in Visselhövede zum Einsatz.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Blutiger Dornfelder: ein Krimi-Rotwein-Paket zum Genießen

Blutiger Dornfelder: ein Krimi-Rotwein-Paket zum Genießen

Trauerfeier für Prinz Philip am kommenden Samstag

Trauerfeier für Prinz Philip am kommenden Samstag

Große Anteilnahme am Tod Prinz Philips

Große Anteilnahme am Tod Prinz Philips

Bayern verlieren Final-Wiedersehen gegen Paris Saint-Germain

Bayern verlieren Final-Wiedersehen gegen Paris Saint-Germain

Meistgelesene Artikel

Landwirte-Ehepaar Schröder setzt auf Direktvermarktung

Landwirte-Ehepaar Schröder setzt auf Direktvermarktung

Landwirte-Ehepaar Schröder setzt auf Direktvermarktung
Freunde und Helfer: Polizisten über besondere Herausforderungen ihres Berufs

Freunde und Helfer: Polizisten über besondere Herausforderungen ihres Berufs

Freunde und Helfer: Polizisten über besondere Herausforderungen ihres Berufs
„Putinsche Drohung“: Der Ton in der Sottrumer Politik wird rauer

„Putinsche Drohung“: Der Ton in der Sottrumer Politik wird rauer

„Putinsche Drohung“: Der Ton in der Sottrumer Politik wird rauer
Pastor Matthias Wilke verlässt Kirchwalsede nach gut sieben Jahren

Pastor Matthias Wilke verlässt Kirchwalsede nach gut sieben Jahren

Pastor Matthias Wilke verlässt Kirchwalsede nach gut sieben Jahren

Kommentare