Carlos ist wieder zu Hause

Odyssee des Daverdener Findelhunds endet in einer Lebendfalle in Visselhövede

Carlos war einen guten Monat lang völlig verängstigt unterwegs. Jetzt wurde er mit einer Lebendfalle gefangen.

Visselhövede/Daverden - Von Wiebke Bruns. Rund vier Wochen lang war der Mischlingshund Carlos bei vielen Visselhövedern Thema in den sozialen Netzwerken. Immer wieder wurde der Vierbeiner herrenlos gesehen. Zwischendurch wurde bekannt, dass der Hund in Daverden (Landkreis Verden) beim Verein „Rumänische Findelhunde“ entlaufen war. Jetzt hat die Odyssee ein glückliches Ende gefunden. Am Samstagabend ist Carlos in eine Lebendfalle getapst.

Nach rund fünf Wochen ist der in Daverden entlaufene Hund Carlos wieder in Sicherheit. Weil der Rüde extrem ängstlich ist, hatte er sich zuvor nicht anlocken lassen und seinen Radius, vermutlich durch gut gemeinte Einfangversuche, immer weiter vergrößert. So war er in Visselhövede gelandet. Am 24. Juli war Carlos dem Verein entwischt. Immer wieder gab es Hinweise, wo er sich aufhält. Zuletzt auch aus dem Kreis Rotenburg und der Gemeinde Kirchlinteln. „Aufgrund des Berichts in der Kreiszeitung und der Facebook-Posts gab es Meldungen. Zuletzt aus Visselhövede“, berichtet der Vereinsvorsitzende Rolf Kleemann. „Und wir hatten Glück, dass die Visselhöveder nur den Sichtkontakt gemeldet, Carlos aber nicht gejagt haben“, so Kleemann.

Regina Buchhop, langjährige Vorsitzende des Rotenburger Tierschutzvereins, hatte ein Bewegungsprofil erstellt, sich mit zehn Personen zusammengesetzt und Futterstellen eingerichtet. Am Samstagabend wurde eine Lebendfalle aufgestellt. Katzenfutter und gebratenes Hähnchen waren eine scheinbar unwiderstehliche Mischung für Carlos. Rund zwei Stunden später saß der Hund in der Falle. Die Beigabe von Bachblüten dürfte zu Carlos Beruhigung beigetragen haben. Bis auf ein leichtes Humpeln scheint der Rüde die Rückkehr in sein altes Leben als Straßenhund gut verkraftet zu haben. „Er wird tierärztlich noch genau untersucht, aber erst einmal soll er zur Ruhe kommen“, sagt Kleemann. Kuscheleinheiten gab es sofort und die schienen auch dem sonst ängstlichen Carlos zu gefallen. Ein Panikgeschirr wurde dem Ausreißer gleich angelegt und auch über ein GPS-Halsband denken die Tierschützer nach. Sicher ist sicher.

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