Umfrage zur Diskussion über einen weiteren Feiertag in Niedersachsen und Bremen

„Bundesweit eine einheitliche Regelung“

Birgit Ludwig

Visselhövede - Von Angela Kirchfeld. Der Forderung nach einem neuen Feiertag in Niedersachsen und Bremen sind besonders die Arbeitnehmer nicht abgeneigt. In beiden Bundesländern stellten sich Politiker unterschiedlicher Parteien klar hinter die Idee. Wir haben mal in Visselhövede nachgefragt.

„Wir haben wirklich schon genügend Feiertage“, ist sich Gerd Karlstedt-Koch sicher. „Vor allem in der heutigen Zeit, wo die Sonnabende immer schulfrei sind, haben die Familien ein langes Wochenende, und die Brückentage werden immer genutzt!“

Feiertage sind in Deutschland ungerecht

„Es ist in Deutschland ganz ungerecht für die Arbeitnehmer, wenn man sich die katholischen Bundesländer anschaut. Es wäre schön, wenn wir die gleiche Anzahl an kirchlichen Feiertagen hätten. Den Buß- und Bettag haben sie uns schon weggenommen“, ereifert sich Birgit Ludwig. Die Visselhövederin findet es im Übrigen auch ganz wichtig, dass die verkaufsoffenen Sonn- oder Feiertage nicht auf dem Muttertag fallen: „Man muss auch an die weiblichen Arbeitnehmer denken!“

„Wir sind Rentner. Aber wenn wir noch arbeiten würden, hätten wir auch gerne mehr Tage frei. Wir nutzen die Feiertage für Familienzusammenkünfte. Da kommen die sechs Kinder, 14 Enkel und zwei Urenkel mal zusammen“, betont das Ehepaar Prange aus Visselhövede.

Friedel Nieber mit Mila

Dieser Argumentation stimmt auch Friedel Nieber zu, der mit seiner Familie die Feiertage für Ausflüge zum Beispiel in den Vogelpark nutzt. „Für die Arbeitgeber wäre es sicherlich von Nachteil, aber in Süddeutschland ist es so, und wäre für uns darum auch angebracht.“ Gefahr drohe aber, wenn die zusätzlichen Kosten dann auf die Waren umgeschlagen würden, gibt der Visselhöveder zu bedenken.

Conny Lutz mit Jonathan

„Ich würde es schön finden, wenn es deutschlandweit einheitlich geregelt wäre. Alles wird von der EU bestimmt und geregelt“, beschwert sich Conny Lutz. „Ob man mehr frei haben will, sei dahingestellt. Es wäre aber gerechter! An den Feiertagen, die es nur im süddeutschen Raum gibt, bleibt alles andere in Deutschland stehen und liegen.“

Visselhövedes stellvertretende Bürgermeister Hermann Bergmann würde sich, wenn er noch arbeiten würde, auch über zusätzliche Feiertage freuen. Als der Buß- und Bettag abgeschafft wurde, habe man die katholischen Feiertage auch beibehalten. „Es geht nicht ums Geld, aber um den Feiertag an sich.“

Gerd Mohrmann

„Es gibt in manchen Betrieben Leute, dich ziemlich lange arbeitsfrei haben, wenn sie ihren Urlaub, die Überstunden und die Feiertage zusammenlegen und als Brückentage nutzen. Mit einem weiteren Feiertag gibt es noch mehr Möglichkeiten. Das ist manchmal den anderen Arbeitskollegen gegenüber unfair“, spricht sich Gerd Mohrmann aus Kettenburg dagegen aus.

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