Ein Jahr zur Berufsfindung / Bindeglieder zwischen Schülern und Lehrern

„Bufdi“ und „FSJlerin“ verlassen die Oberschule

Verlassen nach einem Jahr die Oberschule: Lars Gamperl und Rica Bremer (mit Schulleiter Gerard Dyck). - Foto: Wieters

Visselhövede - Von Jens Wieters. „Eine unheimliche Bereicherung für den Schulalltag. Schade, dass die beiden uns schon wieder verlassen müssen.“ Gerard Dyck, Leiter der Visselhöveder Oberschule, ist voll des Lobes, wenn die Rede von Lars Gamperl und Rica Bremer ist. Denn nach einem Jahr heißt es Abschied nehmen für den „Bufdi“ und die „FSJlerin“.

„Das hat echt Spaß gemacht“, sagt der Visselhöveder Lars Gamperl, der jetzt seinen Bundesfreiwilligendienst, oft kurz „Bufdi“ genannt, beendet. Gamperl hat während der vergangenen zwölf Monate den Unterricht der Sportlehrer begleitet und vorbereitet. Er war mit zur Skifreizeit der Schüler und hat auch einen Nachmittags-Arbeitsgemeinschaft selbstständig geleitet.

„Bufdi zu sein ist echt cool. Man bekommt einen echten Einblick in die Arbeit eines Lehrers und kann abschätzen, ob es einem selbst gefällt“, beurteilt der 20-Jährige und „kann jedem nur raten, diesen Dienst zu machen“. Denn ein weiterer Vorteil gerade für ihn als Sportler läge auf der Hand. „Während des Dienstes kann man mal eben einen Trainerschein machen, der sonst viel Geld und auch Zeit kosten würde.“ Nach diesem Jahr ist für Gamperl klar, dass er „Lehramt studieren“ wird.

Das weiß Rica Bremer noch nicht so genau. Die 19-Jährige liebäugelt auch mit einer Ausbildung. „Mal sehen, was die kommenden Wochen bringen.“ Die Schneverdingerin ist in der Endphase ihres Freiwilligen Sozialen Jahrs, das sie an der Oberschule verbracht hat. Sie unterstützte die Lehrkräfte in den Fächern Werte und Normen, aber auch in Mathematik und ein bisschen im Sportunterricht.

„Aber da hatte Lars mir die meisten Möglichkeiten schon weggeschnappt“, schmunzelt Bremer. Auch sie findet diesen freiwilligen Dienst ideal für Schulabgänger, die noch nicht so recht wissen, was sie nach der Schule machen sollen: „Man kann hervorragend in den Beruf hineinschnuppern.“

Sowohl Gamperl als auch Bremer, die ja kaum älter sind als ihre Schüler, hat auch der Umgang mit den Jugendlichen „sehr viel Spaß“ gemacht. „Wir waren so eine Art Bindeglied zwischen Schülern und Lehrern.“

Aber damit ist jetzt Schluss. „Wir haben aber schon eine neue Bewerbung auf dem Tisch“, so Rektor Dyck, der gerne aber wieder zwei „Bufdis“ oder „FSJler“ hätte. „Anrufen und vorbeikommen.“

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