Bürgerwille ist oberstes Gebot

WiV will Grundschulen am Standort belassen

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Die Diskussion über eine Schulstrukturreform macht auch vor der WiV-Fraktion nicht halt.

Visselhövede - „Die Kastanienschule in Visselhövede und die Grundschule Jeddingen bleiben an ihren Standorten erhalten und werden auch weiterhin als Grundschulen genutzt. Die vor Jahren durch den Stadtrat angedachte Vorgabe zur Konzentration der Grundschulen ist angesichts demografischer Entwicklungen überholt.“ Diese Position der WiV-Fraktion im Visselhöveder Stadtrat haben Eckhard Langanke, Irene Becker und Uwe Joost während einer Sitzung ausgearbeitet.

„Bei unseren Überlegungen hat der Wille der betroffenen Eltern eine Rolle gespielt und die Tatsache, dass an der Kastanienschule Generationen von Bürgern ihre Schullaufbahn begonnen haben“, erklärt Fraktionsvorsitzender Langanke. „Die Schule ist in ihrer Funktion für die Identifikation mit der Stadt für viele unverzichtbar.“

Für Ratsmitglied Uwe Joost ist laut Mitteilung die Zusammenführung der Oberschule in den Schulbereich Auf der Loge eine schnell umzusetzende Aufgabe, die alle bisher aus der Verwaltung vorgelegten Maßnahmen zur Verlegung von Schulen überflüssig macht. „Die Rotation der Schultypen von Standort zu Standort bringt doch nur weitere Probleme wie ein erhöhtes Verkehrsaufkommen oder eine fehlende Bushaltestelle mit sich, für die kostenintensive Lösungen gefunden werden müssten“, ist Joost überzeugt.

In der Schule an der Lönsstraße biete sich nach Auffassung von Ratsfrau Irene Becker die Bildung eines Familienzentrums an. Dort fänden mehrere Kindergarten- und Krippengruppen Platz. Alle bisherigen weiteren Angebote der Stadt für Familien ließen sich in diesem Zentrum konzentriert zusammengefasst unterbringen. „Und auch die Bücherei könnte dort integriert werden“, wird Becker zitiert.

Rat will Kostenschätzungen abwarten

Dass der Rat der Stadt für die verschiedenen Denkmodelle zu den Schulstandorten zunächst Kostenschätzungen abwarten will, halten die Ratsmitglieder der WiV zwar grundsätzlich für sinnvoll, sehen darin aber keine wirkliche Entscheidungshilfe.

„Wir haben beim Bauhof gesehen, wie weit entfernt solche Zahlen von der Wirklichkeit liegen“, stellt Eckhard Langanke fest. Einer solchen „Kaffeesatzleserei“ schließe sich die WiV-Fraktion als Opposition kein weiteres Mal an. „Zumal Eltern und Lehrer bereits ziemlich klar geäußert haben, welche Lösung sie favorisieren. Wir wollen für Visselhövede als Bildungsstandort eine hohe Akzeptanz und wir wollen vor allem deutlich machen, wie ernst wir den Bürgerwillen nehmen“, so Langanke.

jw

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