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Bürgermeisterwahl in Visselhövede: Countdown läuft

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Von: Jens Wieters

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Am Sonntag entscheiden die Wähler, wer neuer Visselhöveder Bürgermeister wird.
Am Sonntag entscheiden die Wähler, wer neuer Visselhöveder Bürgermeister wird. © Wieters

Die Visselhöveder wählen am 13. März einen neuen Bürgermeister. Der amtierende Verwaltungschef Ralf Goebel appelliert an seine Mitbürger, unbedingt ihre Stimmen abzugeben.

Visselhövede – Die neuen Stimmzettel waren bereits in der Nacht nach der ersten Visselhöveder Bürgermeisterwahl in diesem Jahr gedruckt worden. „Und wir haben sie am Tag darauf auch gleich verschickt“, sagt Ordnungsamtschef Mathias Haase. Denn Eile war im Visselhöveder Rathaus in der vergangenen Woche auch geboten, denn bis zur Stichwahl am kommenden Sonntag, 13.

März, blieb nur wenig Zeit, weil wir ja auch den Postweg immer mit einkalkulieren müssen“, so Haase, der mit seinem Team um die viele Arbeit nicht zu beneiden ist.

Denn schließlich hat das Bürgerbüro am Sonntag bereits die dritte Bürgermeisterwahl innerhalb eines halben Jahres vor der Brust – plus der normalen Kommunalwahl im vergangenen September. Damals war es zu keinem Ergebnis gekommen, da der Sieger Gerald Lutz das höchste Amt im Rathaus aus persönlichen Gründen nicht angetreten hatte. Also waren die 8 300 Wahlberechtigten ab 16 Jahren vor anderthalb Wochen erneut zum Wahlgang aufgerufen. Aber nur weniger als die Hälfte war gefolgt und hatten bestimmt, dass die beiden parteilosen Kandidaten Burkhard Scheidel und Sabine Schulz bereits die Segel streichen mussten und am Sonntag nur noch der 59-jährige Jürgen Dunecke (CDU) und der 42-jährige André Lüdemann (parteilos, Unterstützung von SPD, Grünen, WiV und FDP) auf den Stimmzetteln stehen. Auf denen haben bereits rund 1 300 Briefwähler ihr Kreuzchen gemacht und die Unterlagen wieder zurück ans Rathaus geschickt. Dort wird übrigens auch am Sonntagnachmittag noch der Briefkasten vor der Tür geleert, damit keine Stimme verloren geht.

Und das ist jetzt mehr als wichtig, denn die geringe Wahlbeteiligung von rund 49,51 Prozent stimmt die Parteien nachdenklich. „Das ist zu wenig, Es kann nicht sein, dass es der Hälfte der Menschen egal ist, wer ihr Bürgermeister ist“, sind sich alle Politiker einig.

Und auch der amtierende Verwaltungschef Ralf Goebel appelliert daran, das hohe Gut Wahlrecht zu nutzen: „Gerade mit Blick auf den Osten Europas sollten wir froh sein, dass wir in einer Demokratie leben und tatsächlich eine Wahl haben.“ Die jetzt wieder steigende Zahl von Corona-Erkrankungen könne keine Entschuldigung sein, der Wahl fernzubleiben: „Die Briefwahlunterlagen kann man auch abgeben lassen.“

Die Wähler sollten sich des Weiteren nicht von dem Ergebnis der ersten Wahl leiten lassen und der Meinung sein, dass ihre Stimme nichts am Abstand von 15 Prozentpunkten von Lüdemann zu Dunecke ändern könne: „Es geht wieder bei null los und jeder Wähler sollte seinen Favoriten unterstützen.“ Und letztlich sei es für den kommenden Bürgermeister ein besseres Arbeiten, wenn „für ihn 50 Prozent der Wahlberechtigten und nicht 50 Prozent der Wähler gestimmt haben“.

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