Regulärer Betrieb / VW ist umgerüstet / Weser-Ems-Bus hebt Betriebsruhe auf

Bürgerbus fährt ab Montag

Vereinsvorsitzender Eckhard Langanke ist froh, dass es „am Montag wieder losgeht.“ Fotos: Wieters

Visselhövede – „Zum Glück haben wir den längsten Bürgerbus Niedersachsens“, freut sich der Visselhöveder Eckhard Langanke, Vorsitzender des Bürgerbus-Vereins. Und das aus gutem Grund, denn dank der üppigen Länge von fast sieben Metern, können die Abstandsregeln zwischen den Fahrgästen, die in Corona-Zeiten gelten, im VW-Crafter problemlos eingehalten werden.

„Und darum gehen wir am Montag, 18. Mai, nach der mehrwöchigen Zwangspause, pünktlich um 7.50 Uhr vom Visselhöveder Rathaus mit dem ganz normalen Fahrplan wieder an den Start“, so Langanke, der nicht so ganz verstehen kann, warum andere Bürgerbusse noch in der Garage bleiben sollen. „Wir haben jedenfalls das Okay der Weser-Ems Busverkehr GmbH bekommen, dass wir am Montag den Fahrbetrieb wieder aufnehmen können. Da wir als Subunternehmer für Weser-Ems agieren, sind wir nämlich Teil des Öffentlichen Nahverkehrs“, klärt Langanke auf.

Die Bremer Gesellschaft habe es den Visselhövedern freigestellt, wann die 19 Fahrer den Zündschlüssel wieder herumdrehen, „und sie hebt auf unseren Wunsch hin die verordnete sogenannte Betriebsruhe der Bürgerbusse bei der Landesnahverkehrsgesellschaft bis zum Montag wieder auf.“ Diese Betriebsruhe, die vorerst bis zum 31. Mai gelten sollte, sei wohl auch der Grund, warum andere Bürgerbusvereine noch ein wenig zurückhaltend seien, vermutet der Vorsitzende, der den Verein vor mittlerweile 13 Jahren aus der Taufe gehoben hatte.

Aber auch im längsten Bürgerbus des Landes mussten vor dem Re-Start noch einige Änderungen vorgenommen werden. So wird der Fahrer durch eine mannshohe Wand aus durchsichtigem Kunststoff vor einer möglichen Tröpfcheninfektion geschützt. Der Beifahrersitz bleibt künftig immer leer. Die einzelnen Sitzreihen können dank der durchgehenden im Boden eingelassenen Schienen so verschoben werden, dass genügend Abstand zwischen den einzelnen Fahrgästen bleibt. „Die dürfen allerdings nur mit Mund- und Nasenschutz einsteigen und müssen ihn auch während der Fahrt aufbehalten“, betonte Langanke, der diese Anordnung auch durchsetzen und bei einer Weigerung „von seinem Hausrecht“ Gebrauch machen will. Sprich: Ohne Maske keine Beförderung. Wer keine Maskierung dabei hat, hat nur eine Chance: „Wir haben 30 Alltagsmasken vom Modehaus Fedderken zur Verfügung gestellt bekommen, sodass im Notfall welche an Bord sind.“

Seinen Fahrern hingegen bleibe es freigestellt, ob sie mit Schutzmaske fahren oder nicht. Eigentlich müsste der Fahrzeuglenker hinter dem Steuer erkennbar sein, aber der Gesetzgeber lasse bei Bürgerbussen Ausnahmen zu. „Wir sind da gleichgestellt mit den Taxifahrern.“

Langanke habe „überhaupt keine Probleme“ gehabt, Fahrer für den Neustart zu finden: „Da war jeder bereit und zieht auch in diesen Zeiten mit, obwohl viele von ihnen zur sogenannten Risikogruppe gehören.“

Nach jeder Runde greifen die Fahrer zu Desinfektionsmitteln und reinigen die Sitzflächen und Handgriffe im Innern des Busses. „Die Zeit haben wir, weil immer ein paar Minuten Pause sind zwischen der Ankunft- und der Abfahrtzeit an bestimmten Haltestellen.

Der Vereinsvorsitzende ist froh, dass „es jetzt endlich wieder losgeht“. Denn die Bürger hätten sich in all den Jahren auf den Service eingestellt und würden ihn dringend brauchen. „Denn wir fahren dorthin, wo man sonst nur mit Mühe hinkommt.“

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