Umbau des Gerätehauses fast beendet

Buchholzer Feuerwehr packt an

Noch ein paar Quadratmeter Pflaster und ein bisschen Innenausbau, dann ist das Feuerwehrhaus fertig.
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Noch ein paar Quadratmeter Pflaster und ein bisschen Innenausbau, dann ist das Feuerwehrhaus fertig.

Buchholz – Hier noch ein paar Pflastersteine verlegen, dort noch Kloschüsseln anschrauben und einige Fliesen verkleben, und dann sind die gröbsten Arbeiten am Buchholzer Feuerwehrgerätehaus bereits erledigt.

Und das vor allem, weil nicht nur die aktiven Feuerwehrleute, die ohnehin schon knappe Freizeit freiwillig opfern, sondern auch Freunde und Bekannte der Brandschützer fast jedes Wochenende kräftig mit anpacken. „Die Eigenleistung, die in Buchholz an den Tag gelegt wird, ist ein Paradebeispiel dafür, wie eine Zusammenarbeit zwischen Kommune und Bürgern verlaufen kann“, lobt Visselhövedes Ordnungsamtschef Mathias Haase das Engagement der Buchholzer Feuerwehrleute.

Denn selbstverständlich sind diese Arbeiten nicht. „Der Feuerschutz ist eine Pflichtaufgabe einer Kommune, die dafür zu sorgen hat, dass die Truppe und auch die auch die Feuerwehrhäuser vorschriftsmäßig ausgerüstet sind“, erläutert Haase.

Altes Gebäude war viel zu klein

Aber natürlich will die Buchholzer Wehr nicht die Hände in den Schoß legen und zusehen, wie Fachfirmen ihr neues Domizil erweitern. „Es war von vornherein klar, das wir kräftig mithelfen“, sagt Anton Danner von der Altersabteilung der Wehr, der aufgrund seiner beruflichen Holzbauerfahrung natürlich auch häufig zu Hammer und Säge gegriffen hat, um den Innenausbau herzustellen. „Denn uns werden hinsichtlich der Ausstattung einige Extra-Wünsche erfüllt, sodass wir natürlich viele Arbeiten selber erledigen.“

Nötig war die umfangreiche Erweiterung, weil das alte Gerätehaus schlicht und ergreifend zu klein war. „Das ist schon seit vielen Jahren so, bisher konnte die Feuerwehrunfallkasse die bauliche Situation immer noch tolerieren, aber jetzt haben sich die Vorschriften so drastisch geändert, dass wir zum Handeln gezwungen waren“, erläutert Haase.

Denn nur ein Dach über dem Kopf für das neue Feuerwehrauto, das während des Umbaus in einer Scheune untergestellt ist, das reicht längst nicht mehr aus.

Haase: „Heute brauchen wir einen Schwarz-Weiß-Bereich, damit die oft mit Schadstoffen kontaminierte Einsatzkleidung der Feuerwehrleute nicht mit den Privatklamotten der Helfer in Kontakt kommt.“ Gleiches gelte für die Stiefel, für die eine Reinigungsecke gebaut werde. Natürlich gehöre eine Absauganlage für die Abgase des Fahrzeugs zum Standard eines Gerätehauses, ebenso wie moderne Sanitäranlagen für Männlein und Weiblein.

Anton Danner notiert die Einsatzstunden seiner Kameraden in einem Buch.

Rund 170 000 Euro lässt sich die Stadt den Umbau kosten. Haase: „Im Vergleich zu einem Komplettneubau wie in Jeddingen ist das relativ wenig, denn dann ist man schnell mit einer Million Euro dabei.“ Nach der Fertigstellung in Buchholz seien die Mindestanforderungen der Unfallkasse erfüllt, sodass einen Betrieb nichts mehr im Wege stünde.

„Zum Glück hatten wir das benötigte Material bereits im vergangenen Jahr eingekauft, sodass uns die zurzeit explodierenden Baustoffpreise nichts mehr anhaben konnten“, informiert Danner, der auf diesem Wege auch den jungen Leuten aus dem Dorf dankt, dass sie bei der Rigips-Verarbeitung unter der Anleitung von Jürgen Klick förmlich über sich hinausgewachsen sind. „Und wer schon mal die Platten überkopf gespachtelt hat, der weiß, was das für eine schwere Arbeit ist.“

Die Anbindung des alten Baukörpers an die neue Halle ist optisch gut gelungen.

Während die ehemalige Fahrzeughalle nun zu Umkleideräumen umgebaut wird, bleibt der Aufenthaltsraum so wie er ist, nur mit neuer Gasheizung, „die im ganzen Gebäude für Wärme sorgt“, so Danner. Den Raum könne auch mal die Dorfbevölkerung für Treffen nutzen und später soll darin auch gewählt werden. „Das Wahllokal am 12. September ist aber in diesem Jahr noch beim Ortsvorsteher Dominik Oldenburg.“

Das alte und neue Gebäudeteile optisch so gelungen verbunden worden seien, habe die Wehr einer Fachfirma zu verdanken, die auch die Anbindung der etwas komplizierteren Dachkonstruktion „toll gelöst hat“, lobt Holzfachmann Danner, der jetzt noch den kleinen Werkstatt-raum und das Lager auf dem Dachboden gemeinsam mit anderen vor der Brust hat.

„Dann draußen noch die Parkplätze für die Privatautos der Einsatzkräfte pflastern und dann können wir bald Einweihung feiern“, rechnet Mathias Haase nur noch mit wenigen Wochen Bauzeit. Aber nach dem Bau ist vor dem Bau, denn auch andere Feuerwehren der Stadt haben zu kleine Gerätehäuser. „Eine finanziell schwere Aufgabe für unsere Kommune.“

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