Bauanfragen der Bevölkerung

Buchholz will wachsen

Rechts und links der Straße in der Buchholzer Ortsmitte ist noch Platz für Häuser junger Familien. Zunächst wird jetzt allerdings ein Geruchsgutachten in Auftrag gegeben.
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Rechts und links der Straße in der Buchholzer Ortsmitte ist noch Platz für Häuser junger Familien. Zunächst wird jetzt allerdings ein Geruchsgutachten in Auftrag gegeben.

Buchholz – Gerade erst beim kreisweiten Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ als Sieger in der Kategorie der Orte bis 500 Einwohnern hervorgegangen, ist der kleine 240-Seelen-Ort Buchholz im Visselhöveder Nordwesten ins Visier von Bauwilligen gerückt.

Denn nicht wenige können sich eine Zukunft im eigenen Haus mit einer intakten Dorfgemeinschaft und viel Grün drumherum vorstellen. Das Problem ist nur: Es gibt keine Bauplätze im Dorf. Das soll sich jetzt nach der Sitzung des Visselhöveder Ausschusses für Bauen und Stadtentwicklung ändern, denn die Politiker haben grünes Licht dafür gegeben, dass ein Wohngebiet für die Eigenentwicklung des Dorfs ausgewiesen wird.

„Flächen haben wir nämlich genug mitten im Ort, aber aktuell keine, die die verwaltungsrechtlichen Vorgaben erfüllen“, sagt Ortsvorsteher Dominik Oldenburg (SPD). Und darum arbeitet er bereits fieberhaft daran, die Situation positiv zu verändern, „denn es gibt bereits drei konkrete Anfragen von jungen Leuten aus der Dorfbevölkerung, die gerne in Buchholz bleiben und dort auch ein Haus bauen wollen“, erläuterte Oldenburg während der vergangenen Sitzung des Ausschusses. Weitere Interessenten hätten sich außerdem mündlich gemeldet.

Ortsvorsteher Dominik Oldenburg hat bereits einige Flächen im Blick.

Oldenburg kann sich vorstellen, fünf bis sechs Bauplätze an der Straße zu entwickeln, die vom ehemaligen Gasthaus Zum alten Burggraben bis zum neuen Feuerwehrhaus führt. „Dort sind bisher nur Ackerflächen und Grünland zu finden, sodass einer Bebauung nichts im Wege stehen würde. Außerdem ist das ein sehr attraktiver Standort mit der Dorfremise und dem Kinderspielplatz in der unmittelbaren Nachbarschaft.“

Allerdings lässt sich seine Idee ganz so schnell nicht in die Tat umsetzen, denn in Buchholz gibt es noch landwirtschaftliche Betriebe mit Tierhaltung, wie die Verwaltung in ihrer Beschlussvorlage einschränkt. Daher sei zunächst einmal ein Geruchsgutachten erforderlich, aus dem exakt hervorgehe, welche Bereiche der von Oldenburg vorgeschlagenen Flächen für eine Wohnbauentwicklung überhaupt in Frage kommen würden. Das soll nach dem Willen der Ausschussmitglieder jetzt in Auftrag gegeben werden.

Ein Problem hat Oldenburg bereits im Vorfeld gelöst: „Die Eigentümer der angedachten Flächen sind überwiegend verkaufsbereit.“ Allerdings müssen vor der weiteren Realisierung der Idee, noch eine ganze Reihe von Formalien erledigt werden. „Die Flächen befinden sich im Außenbereich, sodass zunächst der Flächennutzungsplan geändert werden muss und parallel dazu ein Bebauungsplan aufgestellt wird“, hat das städtische Bauamt dem Ausschuss ins Hausaufgabenheft geschrieben.

Aber: „Für Buchholz mit einer Einwohnerzahl von 239 dürften sieben bis acht Bauplätze für die nächsten zehn Jahre realisierbar sein.“ Der Bebauungsplan An der Kreisstraße mit Wohnbebauung sei bereits seit 2003 rechtskräftig, sodass jetzt eine neue Bauleitplanung erfolgen könne.

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