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Buchholz will in den Landesentscheid „Unser Dorf hat Zukunft“

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Von: Jens Wieters

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Bei der Generalprobe für die Bereisung am kommenden Dienstag waren schon einige Buchholzer dabei.
Bei der Generalprobe für die Bereisung am kommenden Dienstag waren schon einige Buchholzer dabei. © -

90 Minuten haben die Buchholzer Einwohner Zeit, ihr Dorf der Kommission des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ vorzustellen. Die entscheidet, ob Buchholz am Landesentscheid teilnehmen darf.

Buchholz – Am Dienstag geht es für Buchholz noch nicht um alles, aber bereits um sehr viel. Nämlich um den Vorentscheid des Landeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“. Nachdem sich das gut 200 Seelen zählende Dorf im vergangenen Herbst im Kreiswettbewerb in seiner Kategorie durchgesetzt hat, stehen den Einwohnern exakt 90 Minuten zur Verfügung, um der hochrangigen Kommission aus dem ehemaligen Regierungsbezirk Lüneburg zu zeigen, was Buchholz lebens- und liebenswert macht, was dort alles für Projekte laufen und warum der Ort so manches besser macht als andere Dörfer.

„Und das wird in der knappen Zeitspanne ganz schön eng“, sagt Ortsvorsteher Dominik Oldenburg (SPD), der aber die Hilfe fast aller Einwohner in seinem Rücken weiß. Und die sollen am Dienstag, 21. Juni, auch „möglichst vollzählig“ dabei sein, wenn die Jury gegen 17.20 Uhr mit Bus an der Dorfremise vorfährt.

Die Feuerwehr trainiert für die Show, die der Kommission die Einsatzbereitschaft einer kleinen Wehr zeigt.
Die Feuerwehr trainiert für die Show, die der Kommission die Einsatzbereitschaft einer kleinen Wehr zeigt. © -

Dort läuft auch die kurze Begrüßung „mit hoffentlich allen Dorfbewohnern“, so Oldenburg, bevor sich die Kommission den Spielplatz anguckt, den frisch angelegten Blühstreifen betrachtet und vor dem Haus Buchholz 7 ein kleines Schauspiel erlebt. Weiter geht es per Bus zur ehemaligen Dorfkneipe Zum alten Burggraben, wo das Projekt einer Wiederbelebung des Treffpunkts erörtert wird.

Die Reise führt weiter zu Bremers Fühlpfaden, die statt einer schnöden Fichtenschonung die Dorfstraße attraktiver machen, zum Biotop Ehlers, wo die Kommission sicherlich über die Artenvielfalt in der Vissel-Niederung staunen wird. Es folgt eine kurze Besichtigung des Gestüts Wahlers und eine Stippvisite auf dem Friedhof, der auch gerade neu angelegt worden ist. Dort gibt es auch Information zum Rinderstall in der Nachbarschaft, der seinerzeit bei der Dorfbevölkerung nicht unumstritten war. Das geplante Neubaugebiet wird ebenfalls vorgestellt, „das nötig ist, damit die jungen Leute auch im Dorf bleiben können“, wie Oldenburg deutlich macht. Gleich danach zeigt die Freiwillige Feuerwehr nicht nur ihr mit viel Eigenleistung erstelltes Gerätehaus, sondern bietet eine kleine Show mit Feuerwehrtechnik. Am Ende der Rundreise treffen sich die Einwohner und auch die Kommission wieder an der Remise, wo die Landfrauen, die Dorfjugend, die Jagdgenossenschaft und der Dorfverein ihre Aktivitäten vorstellen und Visselhövedes Bürgermeister André Lüdemann der Jury erklärt, warum Buchholz es verdient hat, eine Runde weiterzukommen im Wettbewerb.

Auf dem Siegerstein ist noch Platz.
Auf dem Siegerstein ist noch Platz. © -

Dafür stehen die Chancen „gar nicht so schlecht“, wie Dominik Oldenburg betont. „Denn von zehn teilnehmenden Dörfern im Vorentscheid, kommen fünf in den Landesentscheid, der wohl im September stattfindet.“ Vorher bekommen die Buchholzer natürlich rechtzeitig bescheid, ob sie dabei sind. „Aber wie auch immer, wir zeigen Dienstag, was wir können, und danach wird auf jeden Fall der Kreissieg gefeiert“, so der Ortsvorsteher.

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