Bahnstrecke kurzzeitig gesperrt

Brennende Diesel-Lok im Holzbahnhof

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Der Lokführer hatte den Brand mit Feuerlöschern bekämpft, die Visselhöveder Einsatzkräfte schauten dennoch nach, ob noch eine Gefahr von der Lok ausgeht.

Visselhövede - Von Jens Wieters. Aufregung am Freitagvormittag auf dem Visselhöveder Holzbahnhof: Der Motorraum einer Diesel-Lokomotive der Deutschen Bahn hatte während der Fahrt von Bremen zum Visselhöveder Unternehmen Hoyer Feuer gefangen. Die Flammen wurden allerdings vom Lok-Führer per Feuerlöscher erstickt, sodass es bei einem Sachschaden blieb. Die Bahnstrecke Langwedel-Uelzen musste allerdings gesperrt werden.

„Bei der Einfahrt in den Visselhöveder Rangierbereich haben wir festgestellt, dass der Motor der Lok ganz merkwürdige Geräusche macht, Sekunden später qualmte es richtig kräftig aus dem Auspuff und den Blechverkleidungen des Motors“, berichtet der 45- jährige Lok-Führer, der mit seinem 29-jährigen Auszubildenden eine Dreiviertelstunde zuvor in Bremen gestartet war, um die vier angehängten Tankwagen zum Visselhöveder Unternehmen Hoyer zu bringen.

Als die beiden Bahn-Angestellten den Motorbrand gegen 11 Uhr entdecken, wird sofort der Notfall-Manager der Bahn per Ruftaste informiert, der die Bahnstrecke zwischen Landwedel und Uelzen nach Angaben des Lok-Führers „in Sekunden komplett sperrt“.

Die Wärmebildkamera im Einsatz. 

Parallel dazu greifen die beiden Männer zum bordeigenen Löschsystem, und bekämpfen erfolgreich die Flammen am großvolumigen Motorblock. Wenige Minuten später ist die Visselhöveder Feuerwehr mit sieben Autos und 22 Einsatzkräften vor Ort. Die Brandschützer aktivieren die Wärmebildkamera, um mögliche Brandnester ausfindig zu machen. Schon nach kurzer Zeit kommt die Entwarnung von Ortsbrandmeister Kai-Olaf Häring: „Die Temperatur des Motorblocks und des Auspuffs sinkt. Keine Gefahr mehr.“

26 Jahre nichts passiert

Währenddessen infomiert der Lok-Führer den Abschleppdienst der Bahn. „Die Lokomotive kommt aus Langwedel, um uns abzuschleppen und in den Bremer Reparaturbetrieb zu bringen“, erläutert der erfahrene Bahn-Mitarbeiter, der nach eigenen Angaben „seit 26 Jahren mit dieser Lokomotive unterwegs ist und noch nie ein Problem“ zu verzeichnen hatte. 

Während die Feuerwehrleute, der vorsorglich informierte Rettungswagen und auch die Polizei wieder abrücken, warten die Lok-Führer auf ihren Pannendienst, ebenso wie die Fahrgäste des Erixx ein paar Meter weiter, die während der Sperrung der Strecke vergeblich nach ihrem Zug Ausschau halten. Allerdings müssen sie sich nicht lange gedulden, denn auf der Homepage des Eisenbahnunternehmens Erixx, das Personen auf der Strecke befördert, wird die Verspätung mit nur 26 Minuten angegeben. Die Ursache des Lok-Brandes ist unklar.

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