Spatenstich für Primar Campus / 18 Monate Bauzeit sind das Ziel

Bildung wächst zusammen

Nehmen den Handwerkern schon mal ein bisschen Arbeit ab (v.l:) Bürgermeister Ralf Goebel, Irmtraud Pape (Kita Fabula), Jessica Hermonies (künftige Kita-Leiterin im Primar Campus), Catrin Puschmann (Leiterin Kastanienschule) und Architekt Martin Menzel. Fotos: Wieters

Visselhövede - Von Jens Wieters. Zwar haben sie in den kommenden Monaten weniger mit dem Bau zu tun, sondern werden – wenn alles klappt und die folgenden beiden Winter nicht so streng sind – spätestens im Sommer 2021 die dort untergebrachten Kinder betreuen und unterrichten, aber Jessica Hermonies und Catrin Puschmann durften beim obligatorischen Spatenstich für den Visselhöveder Primar Campus dennoch kräftig Hand anlegen.

Auf dem frisch hergerichteten Untergrund, auf dem bald die Handwerker die ersten Fundamente gießen, stießen Politiker des Stadtrats, Vertreter der Verwaltung, der Schulen und Kindergärten, der Baufirmen sowie natürlich der Architekt Martin Menzel mit alkoholfreiem Sekt auf eine gute Bauphase an.

„Ich bin froh, dass wir nach den vielen Gesprächen und kontroversen Diskussionen diesen historischen Moment, nämlich den Auftakt des Baus des Primar Campus erleben dürfen“, brachte Bürgermeister Ralf Goebel ein wenig Pathos in den nasskalten Spätherbstvormittag.

Noch vor einigen Wochen sah es dort noch ganz anders aus, aber die großen Bagger und Lastwagen haben ganze Arbeit geleistet und nicht nur Teile des Schulanbaus abgerissen, sondern auch gleich den Mutterboden ausgekoffert, um in dem so entstandenen Loch Mineralgemisch und Sand für die anstehenden Gründungsarbeiten zu verdichten. „So brauchten unsere Schüler in den vergangenen Tagen keine Pausenbeschäftigung, sondern sie standen wegen der vielen Bagger und Lkw staunend am Bauzaun“, berichtete Catrin Puschmann, die Leiterin der Kastanienschule.

Ralf Goebel wertete den reibungslosen Abriss der vier Klassenräume des 1970er-Jahre-Anbaus der Schule, der für den Neubau weichen musste, als gutes Zeichen, als ein „Zusammenwachsen der Visselhöveder Bildungslandschaft“. Lange habe man im politischen Raum über den Bau als solchen, aber auch über das pädagogische Konzept in den künftigen Krippen-, Kindergarten- und Klassenräumen gestritten, bis sich der Stadtrat mehrheitlich für den Primar Campus entschieden habe. „Entscheidenden Anteil daran hatte sicherlich auch der überragende Entwurf des Architekten, der den Kindern den Übergang vom Kindergarten in den Schulalltag leichter machen wird“, so Goebel, der sicher ist, dass das Gebäude dem Nachwuchs der Stadt viele Perspektiven bieten werde.

Die Verantwortlichen seien in den kommenden Monaten auch gefordert, sich einen Namen für das kombinierte Schul- und Kindergartengebäude zu überlegen, „wobei der Begriff Primar Campus“ dabei schon auftauchen sollte“, so der Bürgermeister.

Der ist froh, dass bereits die personellen Weichen für die Leitung des künftigen Kindergartens gestellt worden seien: „Denn mit Jessica Hermonies haben wir eine Idealbesetzung gefunden.“ Die Erzieherin ist zurzeit noch in der Zwergenstube aktiv, wie der Wittorfer Kindergarten heißt.

Viel Platz für die Kinder

In dem neuen Multifunktionsgebäude Primar Campus stehen nach der Fertigstellung, die zum Schuljahr 2021/2022 geplant ist, im Untergeschoss drei Räume für Krippenkinder und zwei für Kindergartenkinder zur Verfügung. Im Obergeschoss sind laut Karin Stegmann vom Visselhöveder Bauamt sechs Klassenzimmer für die Grundschüler, ein weiterer Werkraum und mehrere Funktionsräume vorgesehen. In den Übergang vom Gebäude der Kastaniengrundschule in das Campus-Gebäude werden die neuen Sanitäranlagen integriert. Die werden mit rund 95 Quadratmetern recht üppig dimensioniert. Der eigentliche Neubau wird in etwa 900 Quadratmeter Grundfläche messen. Im Bauamt sei man überrascht gewesen, dass die Ausschreibungen für die Erd- und Gründungsarbeiten von den Firmen so gut angenommen worden seien, so Stegmann. Darum sei man bei den Kosten sogar ein wenig unter der Kalkulation geblieben: „Wir hoffen, dass das auch beim Roh- und Innensaubau der Fall sein wird.“

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