Bernd Petersen fordert Fairness gegenüber den Landwirten in der Beverniederung

WFB bestätigt die Spitze

Kurt Ringen (l.) und Hubert Fiedler führen weitere zwei Jahre die Kreisvereinigung der Wählergemeinschaft Freier Bürger an. - Foto: zz

Brauel - Thema der jüngsten Kreishauptversammlung der Wählergemeinschaft Freier Bürger in Brauel war die Gefährdung des Grundwassers im Einzugsgebiet des hiesigen Wasserverbandes. Im Anschluss stand die Wahl eines neuen Vorstandes an. Nennenswerte Veränderungen waren beim Führungspersonal allerdings nicht zu verzeichnen – die Spitze wurde bestätigt.

Geführt wird die Kreisvereinigung der WFB weiter vom Duo Hubert Fiedler aus Rotenburg als Vorsitzendem und dem Hanstedter Kurt Ringen als sein Stellvertreter. Der ebenfalls im Amt des Schriftführers bestätigte Torsten Gaul beantwortete die Frage, ob er die Wahl annehme, mit einem zackigen „Mach ich!“. Der Posten seines Stellvertreters indes blieb vakant. Jürgen Schlohbohm trat aus persönlichen Gründen nicht wieder zur Wahl an. Rita Ehlers wurde satzungsgemäß nach zweijähriger Amtszeit mit Applaus als Kassenprüferin verabschiedet. An ihre Stelle trat der Ehrenvorsitzende Jürgen Krenzel.

Einzig den Kreisschatzmeister musste die Versammlung in urlaubsbedingter Abwesenheit wählen. Seine schriftliche Erklärung hierzu verlas die scheidende Kassenprüferin. So wurde Friedhelm Cordes aus Elsdorf in Abwesenheit einstimmig im Amt bestätigt. Als letzte Amtspflicht erstattete Ehlers in Vertretung den Kassenbericht für 2015. Am Ende stand einer Entlastung des Gesamtvorstandes nichts im Wege, sie erfolgte einstimmig.

Die Berichte des Kreisvorsitzenden sowie des Vorsitzenden der Kreistagsfraktion, Bernd Petersen, gewährten Rückblick auf eine Vielzahl von Besichtigungen und Veranstaltungen in 2015. Petersen ging nochmals auf die Problematik Naturschutz in der Beverniederung ein und forderte insbesondere mehr Fairness gegenüber den ortsansässigen Landwirten in dem Bereich. Diese müsse noch vor dem Naturschutz rangieren, so der Kommunalpolitiker.

Bezüglich des bereits angelaufenen Kommunalwahlkampfs verzeichnet die WFB unerwartetes Interesse bei den älteren Mitbürgern. Die Aufstellung der Kandidaten für die Kreistagswahl wird am 23. Juni erfolgen, teilte der Vorstand den Mitgliedern mit. Außerdem ist eine Bereisung des Landkreises zum Thema Vorrangstandorte für Windkraftanlagen in Planung. „Der Landkreis ist deutschlandweit Spitze in Bezug auf die Entsorgung von Grünabfall“, wusste Petersen den erstaunten Anwesenden zu berichten. Das Thema Müllentsorgung werde die Abgeordneten des Kreistages weiter beschäftigen, da 2019 der Vertrag mit der Hansestadt Hamburg ausläuft. Eine Biotonne für die Haushalte werde es voraussichtlich nicht geben, der Landkreis setze auf Kompostierung im eigenen Garten.

Für viel Interesse sorgte im Verlauf des Abends ein umfangreicher Vortrag des Geschäftsführers des Bremervörder Wasserverbandes, Dr. Stefan Kohl, der sich mit den unterschiedlichen Gefährdungen des Grundwassers in der Region auseinander setzte. Die anschließende rege Diskussion verlief sachlich, aber – angesichts dieses zukunftsträchtigen Themas – nicht vollständig emotionslos. J zz

Von Heike Peukert

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