Beirat überreicht begehrte Einkaufs-Zertifizierung / Wettbewerb läuft weiter

Acht Geschäfte bereiten Senioren keine Probleme

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Tester, Seniorenbeirat, Stadtvertreter und Geschäftsinhaber (v.l.): Klaus Twiefel, Wilma Valler, Elsbeth Schweiger, Gernot Buxel, Helga Klatte, Ulf Timmann, Monja Hörl, Matthias Bruns, Nicole Fedderken-Pries, Edith Wulf, Helmut Sündermann.

Visselhövede - Das begehrte Qualitätszeichen „generationenfreundliches Einkaufen“ ziert jetzt acht Einzelhandelsgeschäfte in Visselhövede. Mit der Auszeichnung wird sichtbar signalisiert, dass sich neben jüngeren Kunden auch Senioren, Gehbehinderte oder Rollstuhlfahrer problemlos in den Läden umsehen und einkaufen können.

Helmut Sündermann, Vorsitzender des städtischen Seniorenbeirats, überreichte am Donnerstagabend den Geschäftsleuten im Haus der Bildung das besondere Zertifikat.

Um das zu bekommen, wurden die Läden zuvor ausführlich getestet. Wilma Valler, Elsbeth Schweiger und Helga Klatte waren anonym in den Geschäften unterwegs, um die Situation zu erkunden. „Wie komme ich ins Geschäft? Wie werde ich empfangen? Wie wird bedient und mir geholfen?“ – das waren einige der Fragen, die die Tester beantworten mussten. Anschließend informierten sie die Firmenchefs und arbeiteten den Katalog mit weiteren 56 Fragen ab. „Erst hatte ich ein paar Bedenken, doch dann war es gar nicht schlimm“, versicherte Nicole Fedderken-Pries, eine der Teilnehmerinnen, die das Zeichen nun an ihr Geschäft klebt.

Zuvor mussten allerdings einige Kriterien erfüllt werden. So wurde die Lage von Treppen begutachtet, notiert, ob die Gänge in den Geschäften breit genug oder ob ausreichend Parkplätze vorhanden sind. Einfache Mängel wurden schnell behoben.

„Probleme für Senioren“ hat Beiratsvorsitzender Sündermann bei den Geschäften auf der rechten Goethestraßenseite in Richtung Kreisel ausgemacht. „Die sind alle nur durch hohe Stufen zu erreichen. Änderungen wären schön. So würde schon ein Klingelknopf das Problem lösen, dass auch Gehbehinderte bedient werden können.“

Vorerst bekamen die Geschäfte Deko & Betten Röhrs, Modehaus Fedderken, Firma Ohlhoff (Post), Blumen Müller, Alms + Bruns, Schreibwaren Sasse, Firma Karlstedt und „Tante Steffi“ für drei Jahre das Qualitätszeichen.

Ulf Timmann, Vorsitzender des Gewerbevereins, dankte dem Seniorenbeirat und den Testern für ihre Mühe und den Einsatz.

Die Geschäfte, die bisher nicht an der kostenlosen Zertifizierung teilgenommenen haben, werden in nächster Zeit noch einmal angeschrieben. Mitmachen kann nicht nur der klassische Einzelhandel, sondern Handwerksbetriebe wie Bäcker oder Friseure. Sollten sich rund 50 Prozent der Läden als seniorengerecht erweisen, kann sich auch die Stadt dieses Siegel auf die Fahne schreiben. „Wenn etwas den Älteren nutzt, profitieren davon auch die Jüngeren, denn wer mit einem Kinderwagen einkaufen geht, weiß, wie wichtig breite Gänge, große Umkleidekabinen oder ein stufenloser Geschäftseingang sein können“, war während der Verleihung zu hören.

Nach erfolgreicher Überprüfung, bekommt das Geschäft ein Zertifikat sowie das Qualitätszeichen als Aufkleber. Mit diesem Logo können die Geschäftsleute dann auch werben. Zusätzlich werden sie auf der Seite des Handelsverbands als ausgezeichnetes Geschäft gelistet.

Wer sich näher informieren möchte, kann sich bei Helmut Sündermann unter der Telefonnummer 04262/3549 oder 0173/514 2119 melden.

aki

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