Buchholzer Feuerwehrhaus bekommt einen neuen Anbau

Baustart in diesem Jahr

So soll das Feuerwehrhaus aussehen, wenn der neue Anbau fertig gestellt ist. Grafik: Carstens
+
So soll das Feuerwehrhaus aussehen, wenn der neue Anbau fertig gestellt ist.

Visselhövede - Von Ann-christin Beims. Die Feuerwehrhäuser im Raum Visselhövede wurden 2015 von einem Vertreter der Feuerwehrunfallkasse besichtigt – mit dem Ergebnis, dass es Mängel gibt, von denen einige schneller als andere behoben werden sollten. Eines der wichtigsten Projekte war für die Stadtverwaltung das Jeddinger Feuerwehrhaus. Dort gab es „besondere und schwerwiegendere“ Mängel, wie es Mathias Haase, der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters, auf Nachfrage beschrieb. „Die Kraftfahrzeugeinstellplätze entsprachen von der Größe nicht der Norm und stellten ein erhöhtes Unfallrisiko dar“, erklärte er. Für Jeddingen kam nur ein Neubau in Frage, dieser soll noch in diesem Jahr beginnen. Auch Buchholz ist ein Kandidat, der in diese Kategorie fällt, weshalb sich nun der Visselhöveder Bauausschuss erneut damit beschäftigte und in der Sitzung die vergabereife Planung vorgestellt werden konnte – deren Ausschreibung der Ausschuss am Ende einmütig empfahl.

In Buchholz ist der Anbau einer Fahrzeughalle an das Bestandsgebäude geplant – läuft alles wie geplant, soll dieser in diesem Jahr stehen. „Da sind wir zuversichtlich“, so Kai-Dietrich Carstens von der Bauplanung und Statik D. Carstens, der zum aktuellen Planungsstand berichtete. Das aktuelle Gebäude ist seit Jahren zu klein. Um der Arbeitsschutzverordnung zu entsprechen, muss die Stadt zudem einen neuen WC-Bereich und Duschen schaffen. Zusätzlich seien die Installation einer neuen Heizung und die Sanierung des Dachs am bisherigen Gebäude „dringend erforderlich“, sagte Haase. Im Zuge des Anbaus sollen diese Punkte direkt mit abgearbeitet werden. Die Fensterrahmen werden weiß, das Gebäude fügt sich in einem rot/braun-roten Ton an dem vorhandenen Verblender an.

Dabei erbringen die Feuerwehrleute viele Eigenleistungen – gut 22 000 Euro werden so eingespart, etwa 500 Stunden Arbeitszeit werde das ausmachen. „Das ist ein ganz schöner Batzen. Und es gibt einige Profis, die da mit anfassen, das wird nicht überall sein“, so Carstens. Denn Ausschussmitglied Pamela Helmke (CDU) hatte „Bauchschmerzen“, wenn sie die Kosten betrachte und nach Einsparpotenzialen gefragt. „Wir haben einen Feuerwehrbedarfsplan, sind anfangs davon ausgegangen, dass wir diverse einfache Hallen anflanschen und den Rest etwas umbauen. Jetzt haben wir gelernt, dass das nicht reicht“, merkte sie an. Sie denke an weitere Projekte, „auch wenn ich die Notwendigkeit sehe“. Für den Anbau in Buchholz werden um die 226 000 Euro fällig – das beinhaltet unter anderem eine Bestandsdachsanierung, da dort Asbest ist, die Schaffung von Parkplätzen, Lüftung und Abgasabsaugung. Auch eine neue Heizungsanlage wird es geben, mit Flüssiggas durch einen Tank versorgt. Anders sei das nicht machbar, da dort keine Versorgungsleitungen liegen. „Von den Kosten sind die Eigenleistungen schon abgezogen“, so Carstens. Die Feuerwehr übernimmt das Pflastern der Parkplätze, von denen sechs vorgehalten werden müssen – für jede Person im Einsatzfahrzeug einer. Zudem kümmert sie sich um die Regenwasserleitung, Bäume, die gepflanzt werden müssen und Arbeiten im Innenbereich.

Das Feuerwehrhaus in Buchholz ist bereits seit Jahren zu klein. Noch in diesem Jahr soll der neue Anbau kommen und Platz für die Einsatzkräfte schaffen.

Mängel sind bei der Besichtigung durch die Feuerwehrunfallkasse auch in Visselhövede, Hiddingen, Wittorf und Nindorf festgestellt worden. Nur in Ottingen ist derzeit alles in Ordnung. Die Fahrzeughalle wurde akzeptiert für ein Fahrzeug auf Transporterfahrgestell mit Auflagen – größer darf es aber nicht werden. In den kommenden Jahren werden weitere Verbesserungen in einigen Bereichen folgen müssen, das sei „im wesentlichen von einem überarbeiteten Fahrzeugkonzept abhängig“, sagte Haase.

. In Visselhövede musste die Pflasterung im Außenbereich ausgebessert, Sicherheitsmarkierungen an den Einfahrten angebracht und ein neuer WC- und Duschbereich installiert werden. Diese Maßnahmen seien laut Haase abgeschlossen.

. Auch Hiddingen kann sich über ein „Fertig“ freuen: Dort musste die Außenbeleuchtung modernisiert, der Hallenboden mit einem rutschfesten Belag nachgebessert und eine Abgasabsauganlage installiert werden.

. Nur Kleinigkeiten auszubessern gab es in Nindorf. Dort ist die Fahrzeughalle so bemessen, dass diese der Norm entspricht.

. Wittorf hatte laut Begutachtung bauliche Mängel und es musste ebenfalls eine Absauganlage installiert werden. Beides sei „zunächst erledigt“, erklärt Haase.

. Geduld brauchen die Brandschützer aus Kettenburg: Dort wurde festgestellt, dass das Bestandsgebäude nicht mehr sanierbar ist.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Das Motorrad fit für die Saison machen

Das Motorrad fit für die Saison machen

Diese Autos werden 2020 zu Oldtimern - Ist Ihres dabei?

Diese Autos werden 2020 zu Oldtimern - Ist Ihres dabei?

Das sind die Serien-Highlights von 2020

Das sind die Serien-Highlights von 2020

Große Autoklassiker für kleines Geld

Große Autoklassiker für kleines Geld

Meistgelesene Artikel

Comeback bleibt aus: Grindel sagt Kandidatur ab

Comeback bleibt aus: Grindel sagt Kandidatur ab

Ein Zeichen gegen das Vergessen

Ein Zeichen gegen das Vergessen

Sottrums Volksbank-Vorstand Matthias Dittrich über die drohende Wirtschaftskrise

Sottrums Volksbank-Vorstand Matthias Dittrich über die drohende Wirtschaftskrise

Unter erschwerten Bedingungen

Unter erschwerten Bedingungen

Kommentare