Hohe Nachfrage / Ausschuss bringt Flächen auf den Weg

Bauplätze für die Dörfer

In Stadtkern Visselhövedes wird gebaut, auf den Dörfern bald auch. Foto: Wieters

Visselhövede – Überall in den Visselhöveder Ortschaften und auch im Stadtgebiet selber ist die Nachfrage nach Baugrundstücken unverändert hoch. Doch genau diese Plätze sind nicht gerade üppig vorhanden. Während im Stadtkern das neue Baugebiet an der Mühlenstraße noch in den letzten Verhandlungszügen liegt, sodass bald mit einer Baureife zu rechnen ist, ist die Situation in den Dörfern schon dramatisch – aber das soll sich nach dem Willen des Ausschusses für Bauen und Stadtentwicklung jetzt ändern. Denn der brachte die Ausweisung von Bauland auf den Weg in den Stadtrat, der am 12. Dezember das letzte Wort hat.

Kettenburg:

Im Süden Visselhövedes gibt es noch genau einen freien Bauplatz für fünf Interessenten. Darum wurde für zwei alternative Bereiche ein Geruchsgutachten erstellt und ein Lärmgutachten für den Bereich südlich der Schützenhalle in Auftrag gegeben. Der Lärmgutachter hat mitgeteilt, dass eine Bebauung grundsätzlich möglich ist, wenn die Wohnhäuser entweder einen gewissen Abstand vom Gewerbegebiet einhalten oder sich die künftigen Aufenthaltsräume nicht an der Westseite in Richtung Gewerbeflächen befinden. „Das werden wir im weiteren Bauleitverfahren noch erörtern“, so Bauamtsleiter Gerd Köhnken. Ortsvorsteherin Pamela Helmke (CDU) „ist froh, dass wir wieder einen Schritt weiter sind und die Entwicklung des Dorfs vorantreiben“.

Drögenbostel

Auch im gut 100-Seelen-Dorf Drögenbostel gibt es weiter Bedarf an Bauland. „Aber wir haben nur den südlichen Bereich an der Straße Gannerkamp. Denn die freien Flächen an der Landesstraße sind Außenbereich“, so Ortsvorsteher Michael Meyer (CDU). Aber am Gannerkamp habe sich der Eigentümer der infrage kommenden Grundstücke bereit erklärt, Flächen zu verkaufen. Aufgrund des Waldes sei ein Abstand zum künftigen Wohnhaus von bis zu 40 Meter aber einzuhalten, so das Bauamt.

Wittorf

In Wittorf ist man hingegen schon einen Schritt weiter, denn ein Landwirt will Flächen im Bereich der Straße „Surend“ für die Ausweisung eines Baugebiets zur Verfügung stellen. „Und die werden dringend gebraucht“, wie Ortsbürgermeister Heiner Gerken (Grüne) immer wieder betont, da die Nachfrage enorm sei. Leider seien viele Eigentümer von anderen Baulücken nicht bereit, ihre Grundstücke zu verkaufen. Der Ortsrat Wittorf habe sich in einer internen Zusammenkunft für diese Ausweisung am Surend ausgesprochen. Bevor ein neues Geruchsgutachten in Auftrage gegeben werden soll, will die Verwaltung klären, ob ein bereits vorhandenes verwendet werden kann.

Jeddingen

Auch in Jeddingen sollen fünf neue Bauplätze entstehen. Allerdings liegen die im Bereich zwischen der Insterburger und der Bleckwedeler Straße – und damit fast direkt an der Bahn. „Wir sind mit dem Eigentümer schon recht weit, er wird verkaufen“, so Ausschussvorsitzender und Jeddinger Dieter Carstens (CDU). Bürgermeister Ralf Goebel bezeichnet die Lage an der Bahn zwar schon als ein wenig kritisch, aber wenn „diese sogenannte Amerikalinie irgendwann mal ertüchtigt wird, dürfen die Jeddinger mit einem Lärmschutz rechnen“.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Ein Toter und viele Verletzte bei Explosion in Blankenburg

Ein Toter und viele Verletzte bei Explosion in Blankenburg

Richtig Hilfe holen mit dem Smartphone

Richtig Hilfe holen mit dem Smartphone

Weihnachtszeit in der Filmkulisse New York

Weihnachtszeit in der Filmkulisse New York

Weihnachtskonzert des Domgymnasiums Verden

Weihnachtskonzert des Domgymnasiums Verden

Meistgelesene Artikel

Heimatfestival 2020: Abramowicz und Mullersand sind auch dabei

Heimatfestival 2020: Abramowicz und Mullersand sind auch dabei

Es wird fleißig gewerkelt

Es wird fleißig gewerkelt

Weihnachtsmarkt in Höperhöfen rund um „Thölkes Hus“

Weihnachtsmarkt in Höperhöfen rund um „Thölkes Hus“

Kommentare