Flüchtling Miad Pedramkhou pflanzt Dankeschön-Linde

Ein Baum mit Symbolkraft

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Miad Pedramkhou (2. v.l.) mit den Unterstützern (v.l.) Gustav Stegmann, Jörg Wasik, Ralf Goebel, Andreas Netter und Wilhelm Hoyer.

Visselhövede - Von Angela Kirchfeld. „Eine Pflanzarbeit mit Symbolcharakter und Strahlkraft!“ – So bezeichnete Visselhövedes Bürgermeister Ralf Goebel die Aktion, bei der der ehemalige Flüchtling Miad Pedramkhou hinter dem Vissel-Bad einen Baum pflanzte.

„Ich möchte mit dem Baum einfach mal der Visselhöveder Bevölkerung symbolisch Danke sagen für die herzliche Aufnahme“, so der 30-jährige Iraner, der seit Ende 2014 in Visselhövede heimisch ist.

Im Mai hatte Pedramkhou die Idee und regte an, dass möglichst viele der Flüchtlinge, die wie er zunächst in der ehemaligen Kaserne untergekommen waren und jetzt an der Vissel Wurzeln fassen, einen Baum pflanzen. „Jetzt soll aus dem ersten Baum ein ganzer Mischwald werden“, hofft Goebel auf Nachahmer. 

Der Bürgermeister zeigte sich angesichts der Sprachkenntnisse, die der Iraner innerhalb kürzester Zeit erlangte, sehr angetan: „Ich bekomme immer noch eine Gänsehaut, wenn man überlegt, dass er vorletztes Jahr hier angekommen ist und mich drei Monate später auf Deutsch angeredet hat. Nun spricht er perfekt Deutsch.“ Goebel ergänzte: „Sie sind hier nicht nur willkommen, sondern auch eine Symbolfigur!“

Miad Pedramkhou hat für drei Jahre eine Aufenthaltserlaubnis und eine Arbeitsgenehmigung. Er lernt zurzeit bei der Firma Hoyer in der Bauabteilung.

Heike und Andreas Netter spendeten die erste Linde, die symbolträchtig eingepflanzt wurde. Nun sollen noch ein Hinweisschild und ein „Rundum-Schutz“ für das zarte Bäumchen folgen.

aki

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