Baulückenkataster trägt Früchte / „Sind in aussichtsreichen Verhandlungen“

Bald bis zu 55 Bauplätze mitten in der Stadt

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Wenn alles klappt, weht auf vielen neuen Dachstühlen im Innenstadtbereich schon bald ein Richtkranz.

Visselhövede - Von Jens Wieters. Lange Zeit verließen bauwillige Familien das Visselhöveder Rathaus mit langen Gesichtern, denn ihre Anfragen nach Bauplätzen war in aller Regel nicht von Erfolg gekrönt. Das wird jetzt anders. Wenn alles klappt, gibt es im Kernort schon bald Platz für 50 bis 55 Ein- und Mehrfamilienhäuser.

Bürgermeister Ralf Goebel zeigte sich im Bauausschuss am Donnerstagabend jedenfalls ziemlich euphorisch, als er dem Gremium über die vergangenen Gespräche mit Grundstückseigentümern berichtete. „Das ist ein Riesenschritt für Visselhövede, denn wir hatten keine freien Bauplätze mehr zur Verfügung. Deshalb war es goldrichtig, dass wir im vergangenen Jahr in Zusammenarbeit mit der Firma AGS das Baulückenkataster aufgestellt haben, um genau zu definieren, was wo möglich ist“, so der Verwaltungs-chef.

Mussten die angehenden Bauherrn früher die Grundstücke nehmen, die zur Verfügung standen, können sie schon bald aus verschiedenen Standorten wählen.

So soll das größte zusammenhängende Baugebiet im Bereich östlich der Zollikoferstraße in Richtung Mühlenstraße entstehen. „Dort sind wir in aussichtsreichen Verhandlungen mit dem Grundstückseigentümer. Die Fläche bietet Platz für zwölf bis 16 Einfamilienhäuser“, freut sich Goebel.

Auch in der Nähe des städtischen Friedhofs können schon bald die Baufirmen ihre Arbeit aufnehmen. So soll ein Teil der bisher nicht genutzten Friedhofsfläche durch Entwidmung in Bauland umgewandelt werden. Sechs bis acht Grundstücke entstehen so auf der städtischen und einer privaten Fläche. Auf der anderen Seite des Gottesackers an der Straße Auf der Loge ist ebenfalls Platz für die gleiche Zahl an Baugrundstücken.

Weitere Möglichkeiten, ihr eigenes Heim zu erstellen, haben Interessierte bald an der Friedrich-EbertStraße. Wo jetzt noch Autos parken, können bald Kinder in bis zu acht Gärten spielen. Ein Stückchen weiter, an der Straße am Stadtpark, hat eine Grundstückseigentümerin grünes Licht gegeben für die Ausweisung von zwei Bauplätzen, und auch an der Gartenstraße stehen bis zu vier Plätze zu Verfügung.

Goebel: „Hinzu kommt noch das neue Baugebiet in Nindorf, wo bis zu 14 Häuser entstehen können.“ Alle Standorte seien innenstadtnah und hätten einen unterschiedlichen Charme. „Das kann sich echt sehen lassen.“

Das Bauamt im Rathaus sieht dieser positiven Bestandsaufnahme vielleicht aber mit eher gemischten Gefühlen entgegen. „Denn das muss sich jetzt mit vielen kleinen Maßnahmen planungsrechtlich beschäftigen. Das ist natürlich erheblich zeitintensiver, als ein großes Baugebiet“, so der Rathauschef.

Aber dieser erhöhte Arbeitsaufwand sei zu verschmerzen, weil „Visselhövede wesentlich attraktiver werden wird“. Das gelte vor allem für die Mitarbeiter der Scheeßeler Firma Behrens, deren Standort im Sommer an die Vissel verlegt wird. „Einige Mitarbeiter haben schon ihre Fühler ausgestreckt“, ist Goebel nun froh, dass er viele Möglichkeiten im Köcher hat.

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