Bauen statt Bolzen 

Westerholzer Ortsrat empfiehlt Bebauungsplan „Vorm Holz“

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Die gestrichelte Linie markiert den Geltungsbereich für das neue Wohnbaugebiet zwischen den Straßen „Röhberg“ und „Vorm Holz“. Es ist etwa 1,6 Hektar groß.

Westerholz - Stichwort Eigenentwicklung: Die Gemeinde möchte für die Westerholzer Einwohnerschaft neues Wohnbauland erschließen. Nicht, wie beispielsweise in Westervesede der Fall, in Ortsrandlage auf dem Acker. Nein, das Baugebiet, das in Anlehnung an die angrenzende Straße „Vorm Holz“ eben genau diesen Namen trägt, liegt mitten im Dorf, östlich vom Röhberg, dort, wo sich jetzt noch der alte Sportplatz befindet. Der, so ist es geplant, soll zugunsten des Baugebiets aufgegeben werden. Für Ersatz in gleicher Größe ist gesorgt – auf einem Areal an der weiter entfernt liegenden Straße „Am Sportplatz“, gleich neben dem vorhandenen Sportplatzgelände des TuS Westerholz.

Mitsamt eines benachbarten Flurstücks, welches die Gemeinde bereits erwerben konnte, dem sogenannten Röbergsfeld, steht ihr für das Baugebiet so letztendlich eine Brutto-Fläche von 1,6 Hektar zur Verfügung. 16 bis 17 Bauplätze sollen hier aller Voraussicht nach entstehen. Erste Interessenten gibt es schon. Und die waren während der jüngsten öffentlichen Sitzung des Westerholzer Ortsrates, dessen Mitglieder sich am Ende einstimmig dafür aussprachen, den Bebauungsplan „Vorm Holz“ durch die Gemeinde quasi als Startschuss aufstellen zu lassen, natürlich ganz erpicht darauf zu erfahren, wie es nun weitergeht.

Fakt ist: Mit dem Aufstellungsbeschluss, der in den kommenden Wochen nun noch durch weitere politische Gremien gehen wird, ist zunächst einmal lediglich flurstücksgenau der Geltungsbereich festgelegt. An welcher Stelle und in welcher Größe die Grundstücke liegen werden, was am Ende überhaupt an Wohnbauland abfällt und welche Flächen für andere Zwecke, wie beispielsweise Eingrünungsmaßnahmen, eine Nutzung erfahren – darüber könnten laut Verwaltungsvertreter Stefan Behrens zu diesem Zeitpunkt noch keine konkreten Aussagen getroffen werden. „Das gilt es nun, in den nächsten Planschritten zu entwickeln“, wandte er sich an Ortsratsmitglied Volker Bammann, der die Frage im Zusammenhang mit möglichen baulichen Einschränkungen durch Geruchsemission aufgeworfen hatte.

Ziehen sich Bebauungsplanverfahren aufgrund der ganzen Behörden und Institutionen, die darin mitreden dürfen, in der Regel über zwei Jahre hin, will die Gemeinde für das Westerholzer Projekt kräftig aufs Tempo drücken – auch und vor allem, um den bauwilligen Einwohnern so schnell wie möglich eine Perspektive bieten zu können, wie Behrens weiter ausführte. „Wir wählen hier lieber ein beschleunigtes Verfahren, das man für die Größe dieses Gebiets auch anwenden kann.“ Auf diese Weise, machte der Allgemeine Vertreter der Bürgermeisterin deutlich, ließe sich die Hälfte der Zeit immerhin einsparen. „Wenn uns das Ganze anhand der eingehenden Einwände aus der Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung nicht torpediert wird, könnten wir schon in einem Jahr einen fertigen B-Plan haben.“

Was die für ein solches Verfahren obligatorisch durchgeführten Geruchs- und Lärmemissionsuntersuchungen anbelangt (in der Nähe zum Plangebiet befindet sich ein Schweinestall), gebe es laut Behrens indes noch ein paar Dinge zu bearbeiten. „Wir sind da aber in guten Vorgesprächen und haben schon entsprechende Schritte eingeleitet, die uns sehr zuversichtlich stimmen, dass wir mit dem Ortsrat dieses Baugebiet entwickeln können“, gab er zu Protokoll. „Ich bin jedenfalls sehr optimistisch, was die nächsten Schritte angeht.“ So habe die bereits mit der planerischen Entwicklung beauftragte PGN in Rotenburg auch schon erste Planungsideen geäußert, die nun konkretisiert würden. „Behrens: Es wird wohl schon Anfang des neuen Jahres eine Planzeichnung zum Baugebiet geben, in welche Richtung es konkret gehen könnte.“

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