94.800 Euro Kosten

Grünes Licht für Radstrecke von Kirchwalsede nach Lüdingen

Radfahrer sollen ab 2019 sicher und getrennt vom Autoverkehr von Kirchwalsede nach Lüdingen gelangen. - Foto: Krüger

Visselhövede - Von Jens Wieters. Der Visselhöveder Ausschuss für Bauen und Stadtentwicklung schließt sich mehrheitlich dem Votum des Wittorfer Ortsrats an, den Radweg von Kirchwalsede nach Lüdingen einschließlich der Lüdinger Ortsdurchfahrt zu bauen und auch den städtischen Anteil in Höhe von 94 800 Euro zu zahlen.

Damit gibt der Ausschuss dem letztlich entscheidenden Verwaltungsausschuss die Empfehlung ab, den von den Gemeinden Kirchwalsede und Wittorf seit Jahren geforderten fünf Kilometer langen Radweg zu bauen. Allerdings nur in einem Teilstück, denn der Rest von Lüdingen bis zur Bundesstraße 440 in Wittorf wird sich aufgrund enorm gestiegener Kosten politisch nicht realisieren lassen.

Entscheidung gingen emotionale Diskussionen voraus

Bereits vor gut zwei Jahren wurde im Visselhöveder Stadtrat das Thema höchst emotional diskutiert. Damals hatte sich die SPD dann doch bereit erklärt, rund 100.000 Euro als städtischen Zuschuss in den Haushalt einzustellen. Allerdings waren die Politiker damals davon ausgegangen, dass das Geld für den kompletten knapp acht Kilometer langen Radweg reichen würde.

Nach neuerlichen Schätzungen des Landkreises haben sich die Kosten für die beiden Bauabschnitte aber um rund 51 Prozent erhöht, sodass jetzt nur ein Teilstück gemacht wird. „Aber auch dafür bekommen wir die Förderung vom Land“, so Brunhilde Arps vom Visselhöveder Bauamt während der Sitzung am Dienstagabend.

Ausschussvorsitzender Dieter Carstens (CDU) berichtete, dass dieser Kompromiss in seiner Fraktion mehrheitlich verabschiedet worden sei und man mit dieser „Teillösung sehr gut leben“ könne.

Auch Bürgermeister Ralf Goebel sieht den Bau des Radweges als „wichtigen Schritt“ an, denn gerade im Begegnungsverkehr komme es zwischen den beiden Dörfern „zu brenzligen Situation“, wenn Radfahrer mit im Spiel seien. „Letztlich sparen wir sogar noch, trotz der Kostensteigerung“, so Goebel.

Baubeginn vor 2019 unwahrscheinlich

Eckhard Langanke, Chef der WiV-Fraktion, hat zwar „ein paar Bauchschmerzen“, dass nicht der komplette Radweg gebaut werde, aber es sei „gut und richtig, dass sich die Verkehrsströme in dem Bereich trennen“, so der ehemalige Polizist.

Lediglich Hermann Bergmann (SPD) wollte den Kompromiss nicht mittragen, weil die Planungen „schon immer nicht mein liebstes Kind“ gewesen seien und er die Kostenexplosion nicht nachvollziehen könne.

Brunhilde Arps rechnet nicht mit einem Baubeginn vor 2019, „aber die Kosten werden bis dahin sicherlich nicht mehr steigen“.

Radler können nach Fertigstellung die Lücke zwischen Lüdingen und Wittorf ganz einfach umfahren, denn auch über Hainhorst gelangt man nach Wittorf. „Man ist zwar zwei Kilometer länger unterwegs, spart aber auf den Weg nach Vissel einige hundert Meter“, hat Goebel errechnet.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Sportwerbewoche des TSV Süstedt

Sportwerbewoche des TSV Süstedt

Die Waffen sind weg: Farc-Krieg ist endgültig Geschichte

Die Waffen sind weg: Farc-Krieg ist endgültig Geschichte

Bund und Niedersachsen streiten über Zahl der Fipronil-Eier

Bund und Niedersachsen streiten über Zahl der Fipronil-Eier

Vorsicht: Im Straßenverkehr dieser Länder geht es gefährlich zu

Vorsicht: Im Straßenverkehr dieser Länder geht es gefährlich zu

Meistgelesene Artikel

1500 Schützen feiern in Westervesede

1500 Schützen feiern in Westervesede

Kommersabend des Kreisschützenfestes: „Heute wollen wir nur feiern“

Kommersabend des Kreisschützenfestes: „Heute wollen wir nur feiern“

Rotenburger Werke feiern das Sommerfest an der Lindenstraße

Rotenburger Werke feiern das Sommerfest an der Lindenstraße

Kreisel ist ab morgen dicht

Kreisel ist ab morgen dicht

Kommentare