Zahlungen meist mit Scheinen und Münzen

Bargeld steht an der Vissel hoch im Kurs

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Ulrike Lünsmann (l.) und Tanja Lüdemann vom Modehaus Fedderken.

Visselhövede - Von Angela Kirchfeld. Trotz aller technischen Neuerungen bleibt Bargeld nach wie vor das beliebteste Zahlungsmittel der Bundesbürger. Das geht aus einer Umfrage der Bundesbank hervor. Ist das auch an den Ladenkassen in Visselhövede so?

„Vor allem die etwas älteren Kunden zahlen lieber in bar“, sagt Tanja Lüdemann, Fachverkäuferin im Modehaus Fedderken. Ihre Kollegin Ulrike Lünsmann schränkt aber ein: „Es sei denn, sie haben für eine größere Summe eingekauft. Dann zahlen fast alle Kunden per Karte.“ Barzahlung gehe natürlich etwas schneller, weil man nicht auf das Computersystem warten müsse, aber „uns ist es egal, womit die Kunden ihre Rechnung begleichen“.

Zwar nimmt in Deutschland vor allem der Anteil der Zahlungen per EC-Karte weiter zu, doch drei von vier Einkäufen an der Ladenkasse (74 Prozent) tätigen die Kunden nach wie vor mit Schein und Münze. Anders ist es in Amerika, wo viele Bürger schon gar kein Bargeld mehr mit sich herumtragen, sondern fast alle Geschäfte per Plastikgeld abwickeln.

Katharina Rathjen vom Geschäft Müller-Blumen.

Das ist im Juweliergeschäft Desens noch lange nicht so. „Meine Kunden zahlen überwiegend mit Bargeld“, teilt Chefin Martina Hübner mit. Sie hätte übrigens manchmal gerne einen Security-Dienst. „Es ist teilweise nämlich schon ein bisschen unheimlich, wenn man die sogenannte Geldbombe in den Nachttresor der Bankhäuser werfen muss.“ Die Inhaberin des Juweliergeschäfts sieht jedoch ein Problem mit der Kartenzahlung und betont: „Was viele nicht wissen, aber wir zahlen für jede Kartenbenutzung Gebühren bei der Bank. Daher ist bei uns der Einsatz von Karten erst ab einem Einkaufswert von 20 Euro möglich.“

Weil in den Bäckereien solche Beträge eher die Ausnahme sind, ist in den Filialen der Bäckerei Tamke eine Kartenzahlung auch gar nicht erst möglich. „Das würde den Geschäftsbetrieb viel zu lange aufhalten“, berichten die Verkäuferinnen.

„Unsere Kunden bevorzugen überwiegend Bargeld“

„Wir bieten zwar auch EC-Zahlungen an, aber unsere Kunden bevorzugen überwiegend Bargeld“, informiert Floristin Katharina Rathjen von Müller-Blumen gleich nebenan. Dort runden übrigens vor allem Männer die Rechnungsbeträge gerne mal auf und geben den Blumenfeen ein Trinkgeld fürs „Schweinchen“. Ansonsten ist die Bezahlung – ob bar, oder per Karte – relativ gleich von der Abwicklung her. 

„Im Moment zahlen die Kunden mehr mit Karte. Aber dabei handelt es sich überwiegend um höhere Beträge“, berichtet Elke Karlstedt vom gleichnamigen Haushaltswarengeschäft. Ein Limit für Kartenzahlung gibt es hier nicht. „Nur bei den 4,70 Euro für Abfallsäcke verlangen wir Barzahlung, da wir den Betrag an den Landkreis abführen. Allgemein setzt sich aber immer mehr die Karte durch.“ Ein Vor- oder eher Nachteil? „Mein Mann braucht weniger Wechselgeld von der Kasse holen“, so die Chefin schmunzelnd.

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