Stadtbefugnis endet an den Schranken

Bahnübergang saniert – aber Löcher sind noch drin

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Für Autofahrer sind die Bodenwellen auf dem teilweise sanierten Bahnübergang nur wenig zu spüren, Senioren mit Rollator müssen aber auch nach der Maßnahme ein Auge auf die Fahrbahn direkt am Bahnübergang werfen.

Visselhövede - Von Jens Wieters. Der Visselhöveder Bahnübergang auf der Rosenstraße ist jetzt frisch saniert worden – zumindest teilweise. Denn direkt an den Gleisen gleicht die Fahrbahn, die auch von Fußgängern und Radfahrern benutzt werden muss, weiterhin ein bisschen einer Offroad-Strecke.

„Das ist echt ein Ding“, beklagt sich zum Beispiel Dieter Jepsen, der den Bahnübergang mehrmals täglich nutzt. „Warum saniert man die Straße nicht komplett, sondern lässt diese Spurrillen?“

Die Antwort kommt aus dem Rathaus: „Ganz einfach, denn die Bereiche auf beiden Seiten der Schranke bis an den Bahnkörper sind städtisches Eigentum, aber das Stückchen Übergang auf den Gleisen ist Sache der Bahn“, erklärt die städtische Ingenieurin Gaby Behrens. Hätte man diese acht Meter ebenfalls saniert, seien erhebliche Sicherheitsmaßnahmen für die Bauarbeiter erforderlich gewesen, weil die Maschinen auch auf den Gleisen gestanden hätten. „Das hätte unter Umständen auch eine Sperrung des Bahnverkehrs zur Folge gehabt“, so Behrens, der es „sehr leid“ tut, dass nicht die komplette Straße gemacht werden konnte.

Der Seniorenbeirat dürfte mit dem aktuellen Zustand der Straße ebenfalls nur begrenzt zufrieden sein. Klaus-Dieter Burmester hatte während der vergangenen Sitzung des Sozialausschusses auf den maroden Zustand der Rosenstraße im Bereich des Bahnübergangs hingewiesen. „Gerade für ältere Menschen, die mit einem Rollator unterwegs sind, sind diese Schlaglöcher und Wellen in der Straße sehr gefährlich, da kann es schnell mal zum Sturz kommen“, so das Vorstandsmitglied des Seniorenbeirats.

„Zustand wird nicht von Dauer sein“

Aber Gaby Behrens beruhigt die Gemüter: „Der jetzige Zustand wird nicht von Dauer sein, weil die Bahn in den vergangenen Wochen signalisiert hat, dass sie die Umbaumaßnahmen am Visselhöveder Bahnsteig recht zügig in Angriff nehmen will.“

Bekanntlich hat die Bahn im Frühjahr vergangenen Jahres das Programm „Niedersachsen ist am Zug! III“ mittels einer Rahmenvereinbarung mit dem Land Niedersachsen auf den Weg gebracht. Es beinhaltet die komplette oder teilweise Modernisierung von 44 Bahnhöfen in Niedersachsen im Umfang von insgesamt rund 147 Millionen Euro. Darin sind auch die Bahnanlagen in Visselhövede enthalten. Die sollen um einige hundert Meter in Richtung Innenstadt verlegt werden. Visselhövedes Bürgermeister Ralf Goebel hatte sich bereits vor Monaten bei der Bahn dafür stark gemacht, dass die Planungen recht schnell umgesetzt werden. „Vielleicht klappt es ja mit dem Beginn der Arbeiten 2018“, so Goebel damals.

Besondere Priorität bei den durch Land, Bahn und Bund finanzierten Maßnahmen hat der barrierefreie Ausbau – und dann dürfte sicher auch der Seniorenbeirat zufrieden sein.

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