Bahn investiert 2,4 Millionen Euro

Bahnsteig-Verlegung rückt wieder ein Stück näher

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Der Bahnsteig soll vom jetzigen Standort einige hundert Meter weiter in Richtung Innenstadt verlegt werden. Das dauert aber noch, bis dahin werden aber die Stolperfallen auf dem Gelände beseitigt.

Visselhövede - Von Jens Wieters. Vor einigen Jahren hatte der Slogan „Niedersachsen ist am Zug“ auch bei den Visselhövedern mit Blick auf das marode Gelände rund um den Bahnsteig für wahre Jubelarien gesorgt. Dann war es lange Zeit still und viele Bürger haben vergeblich darauf gewartet, dass sich etwas tut. Aber jetzt kommt wieder Bewegung in die Sache.

„Während eines Ortstermins wurde mir von den Bahnleuten versichert, dass sie jetzt in die Vorplanungen eintreten werden und wir auch schon im kommenden Jahr eine Skizze darüber bekommen, wie die Verlegung des Bahnsteigs in Richtung Innenstadt aussehen soll“, informierte Bürgermeister Ralf Goebel während der Sitzung des Ausschusses für Bauen und Stadtentwicklung.

Dass es eine relativ lange Pause bei der Bearbeitung gegeben habe, habe einen nachvollziehbaren Hintergrund: „Die wollten jetzt nicht einen neuen Bahnsteig planen und diese Idee bei der Umsetzung des Alpha-E-Projekts vielleicht wieder zu verwerfen. Da war zuvor eine intensive Abgleichung nötig“ so Goebel.

Bekanntlich ist die Bahnstrecke Langwedel-Uelzen, die als sogenannte Amerikalinie quer durch Visselhövede führt, ein Ast der Bahninfrastrukturmaßnahme Alpha-E, die nach einem umfangreichen Bürgerbeteiligungsprozess die umstrittene Y-Trasse ersetzen soll.

„2,4 Millionen Euro stehen für die Umbaumaßnahmen auf dem Bahnhofsgelände unserer Stadt weiterhin bereit und werden wohl auch benötigt“, hat Goebel ebenfalls in Erfahrung gebracht.

Möglichst kurze Wege bis zur Innenstadt

Das Geld soll dafür verwendet werden, den Bahnsteig vom jetzigen Standort in Richtung Rosenstraße/Schützenhalle zu verlegen, um den Bahnreisenden und Pendlern möglichst kurze Wege bis zur Innenstadt zu ermöglichen. „Direkt anschließend soll auch eine Park & Ride-Fläche angegliedert werden, wo die Autos abgestellt werden können“, stellte Goebel die Planungen kurz vor.

Während des Ortstermins habe er die Bahnverantwortlichen auch darauf hingewiesen, dass der Zustand des Bahnsteigs mit den vielen Stolperfallen so nicht mehr tragbar sei. „Einfach nur Neonfarbe drauf pinseln, um auf die Gefahrenstellen hinzuweisen, reicht nicht“, betonte Goebel.

Die Bahnmitarbeiter hätten ihm aber signalisiert, dass diese Stellen zwar nicht von Grund auf erneuert würden, aber es „wird jetzt erst einmal ausgebessert, damit eine gefahrlose Nutzung des Bahnsteigs möglich wird“, so Goebel.

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