Vorsicht ist dennoch geboten

Badeverbot in den Visselseen ist aufgehoben

Ordnungsamtsleiter Mathias Haase vor einem der Hinweisschilder, die Badegästen Informationen geben. - Foto: Wieters
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Ordnungsamtsleiter Mathias Haase vor einem der Hinweisschilder, die Badegästen Informationen geben.

Visselhövede - Von Jens Wieters. 32 Grad im Schatten wurden am vergangenen Donnerstag in Visselhövede gemessen. Da wäre eine Abkühlung im großen Visselsee eine tolle Sache. Aber viele Einwohner und auch Urlauber sind sich diesen Sommer unsicher: „Ist das Schwimmen überhaupt erlaubt? Gab es nicht mal eine große Algenpest?

„Ja und ja“, sagt Ordnungsamtsleiter Mathias Haase. „Das generelle Badeverbot für alle drei Visselseen, das in den vergangenen Jahren galt, ist zwar aktuell aufgehoben, aber dennoch sollten die Badegäste ein wenig vorsichtig sein.“

Vorsichtig deshalb, weil die sogenannte Blaualgengefahr immer noch nicht ganz vom Tisch ist. Ein Phänomen, mit dem immer mehr Badeseen in der Region zu kämpfen haben. Fachleute vermuten eine Überdüngung der Gewässer als Ursache.

Vor einigen Monaten haben Mitarbeiter der Bremer Firma Polyplan eine sogenannte Phosphat-Fällung vorgenommen. Dieser Stoff entzieht den Cyanobakterien, wie Blaualgen richtig heißen, die Nahrung und hemmt damit die Vermehrung. „Wir müssen jetzt mal abwarten, was das gebracht hat“, so Haase, der mit seinem Kollegen vom Klärwerk sowie mit Mitarbeitern des Landkreises die drei idyllisch gelegen Gewässer regelmäßig beprobt. So lange gilt noch mehr als sonst: Baden auf eigene Gefahr! Denn insbesondere im Hochsommer kann es zu einer Blaualgenkonzentration kommen, die Hautreizungen oder sogar Vergiftungen hervorrufen können. Zu erkennen sind die Blaualgen an einer blau-grünlichen Verfärbung des Wassers und blaugrünen Schlieren.

„Bei manchen Menschen verursachen die Algen Beschwerden, andere merken sie überhaupt nicht. Sinnvoll ist aber sicherlich, nach dem Baden zu duschen, um mögliche Reizungen der Haut zu vermeiden“, rät Haase. Kleinere Kinder seien eventuell mehr gefährdet als Erwachsene, weil sie Wasser verschlucken könnten. Auch Hunde sollten die Seen meiden, da sie das Wasser trinken würden.

Blaualgen seien aber wind- und wetterabhängig und könnten sich innerhalb weniger Tage auflösen, so dass gefahrloses Baden dann wieder möglich ist. „Entsprechende Hinweisschilder haben wir im Bürgerpark Visselseen aufgestellt“, informiert Haase.

Fazit für Wasserratten: Zunächst auf warme Tage warten und dann den Sommer in vollen Zügen am Puderzucker-Strand des Visselsees 3, auf der benachbarten Liegewiese und auch im Wasser genießen – aber eben auch ein wenig vorsichtig sein.

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